| 14.22 Uhr

Zukunft des Nordkanals: Was sagen die beiden Bürgermeisterkandidaten?

Zukunft des Nordkanals: Was sagen die beiden Bürgermeisterkandidaten?
Beim Ortstermin am Nordkanal diskutierte Klaus-Dieter Pruss (r.) mit Umweltminister Johannes Remmel über die Zukunft des Nordkanals. FOTO: Foto: Rolf Retzlaff
Kaarst. So nah war Klaus-Dieter Pruss seinem Ziel, der Entschlammung des Nordkanals, noch nie. Doch der Vorsitzende der Bürgerinitiative Grundwasser Kaarst kämpft weiter: Am kommenden Mittwoch, 26. August, 19.30 Uhr, werden die Bürgermeisterkandidaten Dr. Ulrike Nienhaus und Christian Gaumitz auf Einladung des Vereins im Bürgerhaus der Stadt Kaarst, Clubraum 3 (über Frankenheim), zum Thema Grundwasser und weiteren Zukunftsperspektiven für Kaarst Stellung nehmen. Von Rolf Retzlaff

„Die Lösung der Grundwasserproblematik in Kaarst nimmt Fahrt auf“, blickt Pruss auf drei Termine, die ihn hoffnungsvoll stimmen. In der kommenden Woche findet zunächst die Sondersitzung des Wasser- und Bodenverbandes Nordkanal statt, schon einen Tag später folgt die Podiumsdiskussion der Bürgerinitiative Grundwasser Kaarst mit den Bürgermeisterkandidaten. Wiederum nur einen Tag später löst Umweltminister Johannes Remmel sein Versprechen ein und startet mit der Vorbereitung der Machbarkeitsstudie im Rahmen der mit dem Thema Grundwasser befassten Gremien. Hier wird untersucht, ob die Entschlammung des Nordkanals und weitere ökologische Maßnahmen bezuschusst werden können.

„Um dem Minister die Ernsthaftigkeit unseres Anliegens unter Beweis zu stellen, hat die Mehrheit der Kaarster Ausschussmitglieder des Wasser- und Bodenverbandes Nordkanal zwingend notwendige Anträge eingebracht, die auch die weitere Vorgehensweise im Rahmen der Machbarkeitsstudie wesentlich befördern werden“, berichtet Pruss. „Wir gehen davon aus, dass der von der CDU beschworene Konsens – ein Schulterschluss der Ratsparteien – kein dem Wahlkampf geschuldetes Lippenbekenntnis ist, sondern sich in der Unterstützung unserer Anträge niederschlägt. Eine andere Vorgehensweise könnten die Bürger sicher nicht mehr nachvollziehen und als Desinteresse an einer Lösungsfindung empfinden“, ist sich Dr. Dagmar Spona, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative Grundwasser Kaarst, sicher. „Leider konnte die CDU sich unserem Antrag (der auch von Christian Gaumitz unterschrieben wurde, Anm. der Redaktion) mehrheitlich nicht anschließen und hat einige Tage später einen eigenen Antrag eingebracht“, bedauert Jürgen Kallmann, Ausschussmitglied im Wasser- und Bodenverband Nordkanal. „Dieser Antrag ist leider völlig unverbindlich und enthält keine konkreten Festlegungen eines gemeinsamen Vorgehens, sondern nur selbstverständliche Forderungen, die eigentlich keines Antrages bedürften“, so Kallmann weiter.

Das sieht Dr. Ulrike Nienhaus anders: „Eine isolierte Fokussierung auf eine Entschlammung, wie von anderer Seite zum Teil favorisiert wird, schlägt das sich öffnende Fenster direkt wieder zu.“ Deshalb wolle die CDU ein Gesamtkonzept für den Nordkanal entwickeln.

Man merkt: Bei der Podiumsdiskussion am kommenden Mittwoch wird es spannend. „Aber wir wollen nicht in der Vergangenheit rumrühren, sondern von den Bürgermeisterkandidaten erfahren, wie der Weg weiter geht“, so Pruss. Dabei sollen neben den Fragen rund um das Grundwasser Antworten auf drängende Fragen der Bürger zu den Zukunftsvisionen der Kandidaten für Kaarst beantwortet werden. Das Publikum darf sich natürlich einmischen. Für Fragen der Einwohner liegen am Eingang Karten bereit. Die Moderation übernimmt Andreas Vollmert.

Der Eintritt ist frei, keine Voranmeldung.

(Kurier-Verlag)