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Zwei Karnevalswagen stehen im Regen – wer kann den Jecken helfen?

Zwei Karnevalswagen stehen im Regen – wer kann den Jecken helfen?
Die Freien Kaarster Karnevalisten vor ihrem Wagen für den Rosenmontagszug: In diesem Jahr muss der Trupp, der aus einer Initiative der Kaarster Schützen entstanden ist, im Freien an ihrem Großwagen arbeiten. FOTO: Fotos (2): FKK
Kaarst. Eigentlich können die Narren froh sein: Der Kaarster Karneval boomt! Das zeigt sich zum Beispiel beim Hoppeditzerwachen und an Altweiber, wenn sich alljährlich das Rat- in ein Tollhaus verwandelt. Und der Rosenmontagszug lockt alljährlich Tausende Besucher nach Büttgen. Dennoch gibt es Jecke, die im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen: Die Freien Kaarster Karnevalisten (FKK) und die Tanzgarde der Narrengarde Blau-Gold haben ihre Wagenbauhalle verloren und sind auf der Suche nach einem neuen Platz für ihre närrischen Gefährte. Von Rolf Retzlaff

Seit sechs Jahren ziehen die FKK’ler und die Tanzgarde mit einem eigenen Großwagen beim Rosenmontagszug mit. Die Organisatoren dieser Veranstaltung. die „5 Aape“, freuen sich über den Zuwachs, immerhin hat der Büttgener Kappes-Klompe-Club im vergangenen Jahr seinen Wagen nicht mehr auf die Straße gebracht. Da ist es umso wichtiger, die jungen und neuen Karnevalisten nicht in ihrem närrischen Schwung zu bremsen – doch genau das passiert zurzeit. Zwei Jahre lang hatten FKK und Tanzgarde die Möglichkeit, ihre Wagen in einer Halle unterzustellen und dort gemäß des jeweiligen Themas zu verschönern. Im August wurden sie vom Vermieter an die frische Luft gesetzt. Jetzt stehen die Wagen im Freien, sind Wind und Wetter ausgesetzt – ebenso wie die Narren, die bereits Wochen vor Rosenmontag daran herumwerkeln. Dennoch sind sich Tamara Stutz (Tanzgarde) und Oliver Wendt (Tanzgarde) einig: „Wir werden auf jeden Fall mitziehen!“ Und Henny Siedler, Vorsitzender der Narrengarde, weiß: „Die beiden Wagen würde man in Büttgen vermissen!“ Sie appelliert an die Bereitschaft, den Rosenmontagszug als liebgewonnene Tradition in unserer Stadt zu unterstützen. „Wir bräuchten eine rund 200 Quadratmeter große Halle oder einen Unterstand“, erklärt Oliver Wendt.

Aber auch ein Grundstück würde ihm schon reichen: „Die Halle würden wir dann mit vereinten Kräften selbst bauen“, so Wendt, der hier natürlich auch an die Tanzgarde denkt.

Also: Wer eine Möglichkeit sieht, das Winterbrauchtum zu unterstützen, sollte sich mit Oliver Wendt per E-Mail unter owendt70@gmail.com in Verbindung setzen.

Die Jecken werden’s dem Retter in der Narren-Not danken – und natürlich auch die Zuschauer beim Rosenmontagszug, die sich immer wieder an den tollen Großwagen erfreuen!

(Kurier-Verlag)