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Es tut sich was: Erste Erfolge für Kaarster Blind-Gänger

Es tut sich was: Erste Erfolge für Kaarster Blind-Gänger
Manuela Dolf, Mirjam Bank und Margaret Reinhardt: Ihre Bemühungen tragen Früchte. FOTO: Foto: Violetta Buciak
Kaarst. Nach ihrem ersten Treffen mit Interessierten und Betroffenen zieht die Selbsthilfegruppe "Kaarster Blind-Gänger" ein positives Resümee. "Wir waren überwältigt, mit so einem Ansturm haben wir nicht gerechnet. Das Café EinBlick musste sogar eine weitere Kraft dazubestellen, um den Andrang zu bewältigen", so Manuela Dolf, neben Mirjam Bank und Margaret Reinhardt Gründungsmitglied der Blinden-Gruppe. Von Violetta Buciak

17 Personen waren gekommen, elf davon selbst betroffen. "Die Stimmung war toll, wir wurden mit Fragen gelöchert und hätten uns noch viele weitere Stunden unterhalten können. Schon jetzt freuen wir uns auf das nächste Treffen, Ende Juli", so Dolf. Und auch in der Kaarster Politik tut sich was. Die SPD hatte bereits Anfang April einen Antrag in den Buna eingebracht, Maßnahmen zu ergreifen, die Blinden und Sehbehinderten helfen, sich in der Stadt zurecht zu finden.

An der Verkehrsinsel Am Dreieck werden jetzt Testflächen eingerichtet und in Zusammenarbeit mit der Gruppe "Blind-Gänger" die besten Wegeführungen und Querungshilfen für Blinde und Sehbehinderte erarbeitet. Mit sogenannten Noppenfeldern oder Platten mit Längsrillen sollen die Übergänge nun markiert werden. Welche Blindenleitsysteme für die Stadt am besten geeignet sind, soll in den Probefeldern ausgelotet werden.

 

(Kurier-Verlag)