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VfR ehrte ihre Sportler: Speedskater wünschen sich eine Außenbahn

VfR ehrte ihre Sportler: Speedskater wünschen sich eine Außenbahn
Moderator Udo Hempel hatte seinen Spaß mit den Speedskatern (v.l.): Silke Röhr, Britta Becker, Christian Pohler, Frank Weber, Silke Zimmermann und Andreas Lichtenstein. FOTO: Fotos: Rolf Retzlaff
Büttgen. Auf der Bahn gehört Silke Röhr zu den schnellsten Speedskaterinnen der Welt, bei der Ehrung der Deutschen Meister des VfR Büttgen kam sie mit reichlich Verspätung „ins Ziel“. Doch das tat der guten Laune im Bürgerhaus keinen Abbruch. Schließlich ging es nicht nur um Titel und Bestzeiten; es wurde auch das erfolgreiche Engagement des Vereins im Behindertensport hervorgehoben. Von Rolf Retzlaff

„Wir sind ein Breitensportverein, bei dem der menschlich-faire soziale Kontakt im Mittelpunkt steht“, sagte VfR-Präsident Franz-Josef Kallen. Das Konzept des Rhein-Kreises, die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu fördern, unterstütze der VfR. Unter anderem ist er beim Tandem-Tag dabei und bietet Radfahren an der Sebastianus-Schule an. Aber es wird auch Spitzensport geboten: Der VfR-Speedskater Christian Pohler brachte vom nationalen Special Olympics in Düsseldorf gleich einen ganzen Medaillensatz und die Nominierung für die Weltspiele der Special Olympics 2016 in Los Angeles.

Die Speedskater-Abteilung des VfR gehört zu den erfolgreichsten Vereinen Deutschlands. Das machten die Erfolge von Silke Röhr, Silke Zimmermann, Britta Becker, Sandra Schüttler und Andreas Lichtenstein deutlich: Sie sammeln regelrecht Deutsche Meister- und WM-Titel. Und was würden sich die Erfolgstrainer Frank Weber und Stefan Busch für die Zukunft wünschen: „Eine 200-Meter-Rundbahn mit vier Metern Breite im Freien“, sind sie sich einig, dass damit auch der Behinderten- und Jugendsport angekurbelt werde könne.

Eigentlich sollte auch der VfR-Radsportler Nils Schomber an diesem Abend geehrt werden. Er musste aber schon beim Training mit der Nationalmannschaft auf Mallorca schwitzen. Der bestens aufgelegte Moderator Udo Hempel, selbst ein erfahrener Radsportler mit DM- und WM-Titeln, machte deutlich, dass Schomber in der Vierer-Mannschaftsverfolgung als neue Olympia-Hoffnung für Rio gilt. Bei der WM sprang bereits Platz vier heraus, das Team hatte eine tolle Leistung vollbracht: Es blieb mit 3,57 Minuten für vier Kilometer unter der magischen Vier-Minuten-Marke – mit einem Schnitt von über 62 km/h...

(Kurier-Verlag)