| 10.49 Uhr

1.000 Mutige Männer für Neuss
1.000 gute Vorbilder für die Quirinusstadt

1.000 Mutige Männer für Neuss: 1.000 gute Vorbilder für die Quirinusstadt
Professor Dr. Jens Encke, der mutige Mann Lothar Bechstein und Professor Dr. Rainer Engers sind froh über die tolle Bilanz der Kampagne „1.000 Mutige Männer für Neuss.“ FOTO: Hanna Loll
Neuss. Jede dritte Krebserkrankung bei Männern ist Darmkrebs. Früh genug erkannt, ist Darmkrebs vollständig heilbar – doch leider spürt man erst sehr spät, dass etwas nicht stimmt. Deshalb ist eine Vorsorgeuntersuchung so wichtig. 1.000 Männer in Neuss haben ihren Mut zusammen genommen und sich zur Inspektion gemeldet. Von Hanna Loll

Im Juni 2014 startete die stadtweite Vorsorgekampagne "1.000 Mutige Männer für Neuss" – wenn man die Zahlen der gleichen Kampagne aus anderen Städten ansieht, hätte Neuss eigentlich nur 500 bis 600 Männer gebraucht, doch die Neusser sind einfach mutig!

Der 1.000. im Bunde ist Lothar Bechstein. Der 65-Jährige darf sich nach der Inspektion über die positive Diagnose freuen: Bei ihm ist alles in Ordnung. "Die Entscheidung, zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen, kam eigentlich sehr spontan", verrät der Neusser, der kurz vor seiner Rente steht. "Ich habe im Stadt-Kurier von der Aktion gelesen und entschieden, auch zu gehen. Und die Entscheidung war richtig. Ich habe überhaupt nichts von der Untersuchung mitbekommen, ich bin eingeschlafen und nach etwa einer halben Stunde war ich wieder wach und habe die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist."

Die Initiatoren sind stolz auf den Erfolg der Aktion. Mittlerweile sind es sogar über 1.000 Männer, die beim "Darm-TÜV" waren und damit ein Vorbild für andere sind. Professor Dr. Jens Encke, Ärztlicher Leiter des Darmkrebszentrums am Johanna-Etienne-Krankenhaus, bilanziert: "Bei etwa einem Prozent der Untersuchten mussten wir Darmkrebs nachweisen, in 25 Prozent der Fälle haben wir Polypen gefunden und entfernt, die sich zu Darmkrebs hätten entwickeln können." 

Der Mut der Neusser hat sich also ausgezahlt! Die Kampagne läuft noch bis zum 21. März.