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Burgfrieden gestört? Junge Union kritisiert SPD

Burgfrieden gestört? Junge Union kritisiert SPD
Neuss. Schützenfest und Politik gehören nicht zusammen. Diese alte Tradition wird in Neuss geachtet und in der Regel nicht angetastet. Doch der Burgfrieden scheint bereits zehn Wochen vor dem Schützenfest gestört zu sein. Von Violetta Buciak

Denn die Junge Union (JU) hat mit Erstaunen festgestellt, dass die ungeschriebene Regel gebrochen wurde. Demnach seien die Karten für die Krönungsparty der Schützengilde Neuss an die einzelnen Züge in Briefumschlägen der SPD Neuss verteilt worden.

"Wir finden es generell gut, wenn Bürger sich neben dem Schützenbrauchtum auch in demokratischen Parteien oder anderen Vereinen engagieren. Wir denken aber auch, dass das Schützenbrauchtum in erster Linie der Gemeinschaft aller Schützen und Neusser Bürger dienen sollte. Das heißt, politische und andere Aspekt sollten in den Hintergrund treten um ein Miteinander zu fördern und den Erhalt unserer schönen Tradition aufrecht zu erhalten", findet Jean Heidbüchel, Vorsitzender der JU.

"Aus unserer Sicht muss der Burgfrieden im Schützenwesen bewahrt werden und darf keine für Plattform für Parteien und deren Werbung hergeben", so Heidbüchel.

Auf Nachfrage des Stadt-Kuriers klärte Stadtverordneter Michael Ziege das Missverständnis auf. "Mein Parteikollege Sascha Karbowiak (Anm. d. Red: Gilde-Adjutant) hatte schlichtweg zu wenig Umschläge für die Einladungskarten und griff dann einfach nach dem falschen Stapel. Da steckte keine Absicht dahinter." Der Burgfrieden dürfte wiederhergestellt sein.

 

(Kurier-Verlag)