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Es tut sich was in der Neusser Hitzekita: Stahl-Vordach soll das Problem lösen

Es tut sich was in der Neusser Hitzekita: Stahl-Vordach soll das Problem lösen
Cristoph Hölters, Ralph-Erich-Hildebrandt, Holger Hofmann, Bülent Öztas, Angela Müller, Jochen Ohligs und Harald Hertel nehmen das Hitzeproblem ernst. FOTO: Foto: Violetta Fehse
Allerheiligen. Vor einem Jahr berichtete der Stadt-Kurier erstmals über die hohen Temperaturen in der Kita "Zauberhügel" in Allerheiligen. Seitdem arbeiten Träger und Stadt an einer Lösung für das Problem. Die soll es jetzt geben – ein neues Stahlvordach soll die Hitze fernhalten. Von Violetta Fehse

Der Sommer ist noch jung. Und schon jetzt gab es zahlreiche heiße und schwüle Tage in Neuss. "Für die klimatische Veränderung sind wir nicht verantwortlich, wir können uns lediglich der Aufgabe stellen", macht Baudezernent Cristoph Hölters gleich zu Beginn des Pressetermins deutlich. Gemeinsam mit Angela Müller, Leiterin der Kita Zauberhügel, Harald Hertel, Abteilungsleiter Neubau im Gebäudemanagement der Stadt Neuss (GMN), Jochen Ohligs, Bauleitung GMN, Bülent Öztas, AWO-Geschäftsführer, Ralph-Erich-Hildebrandt, Stadtverordneter SPD und Holger Hofmann, Sachgebietsleitung Kinder und Jugend, stellte er die neue Maßnahme vor.

Ein neues Stahl-Vordach soll die Temperaturen in der Kita Zauberhügel an der Horremer Straße senken. So wird der Fluchtbalkon vor den Gruppenräumen im Erdgeschoss um ein weiteres Stockwerk erweitert. Damit erhalten auch die Räume im Obergeschoss ein Vordach und damit den nötigen Schatten. Die zweiwöchigen Arbeiten werden ab Montag, 18. Juni, durch eine Stahlbaufirma vorgenommen. Rund 70.000 Euro wird die Maßnahme die Stadt kosten. Da während der Arbeiten aus Sicherheitsgründen kein Betrieb an der Horremer Straße 40 in Allerheiligen stattfinden darf, zieht die Kita Zauberhügel in benachbarte Räumlichkeiten der Kita Holbeinstraße um. Im Sommer 2017 hatten Eltern und Mitarbeiter über "unerträgliche Zustände" in der Kita Zauberhügel geklagt.

Eltern berichteten von "völlig nass geschwitzten Kindern". Zu Spitzenzeiten zeigte das Thermometer in der Kita 37 Grad Raumtemperatur an. Seither hat die Stadt diverse Maßnahmen auf den Weg gebracht. So wurden in den Räumen der Kita sogenannte Datenlogger aufgestellt, um den Verlauf der Temperatur exakt erfassen und auswerten zu können.

Bereits zu einem frühen Zeitpunkt hatte die AWO zudem auf das Problem reagiert und mehr als 20.000 Euro investiert. "Wir haben unter anderem Pavillons, Segel und große Sonnenschirme aufstellen lassen", sagt Geschäftsführer Öztas. Im Herbst sollen zusätzlich mehrere Meter hohe Bäume im Gartenbereich gepflanzt werden, die zusätzlichen Schatten spenden sollen. Gegen mobile Klimageräte haben sich die Verantwortlichen bewusst entschieden. Die seien in einer Kita aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen nicht geeignet. Neben der Kita in Allerheiligen meldete die Leitung der Einrichtung an der Volmerswerther Straße in Grimlinghausen ähnliche Probleme. Auch dort gab es erste Maßnahmen.

(Kurier-Verlag)