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Etienne kann jetzt auch Menschen mit Herzproblemen retten
Gestresster Reporter ließ seine „Pumpe“ testen: Alles top!

Etienne kann jetzt auch Menschen mit Herzproblemen retten: Gestresster Reporter ließ seine „Pumpe“ testen: Alles top!
Wenn das Herz nicht mehr mitmacht, hängt das Leben am seidenen Faden. Dank Dr. Till Falke (Kardiologe) und Professor Jens Encke leben die Neusser jetzt noch sicherer.
Neuss. Vorhofflimmern, Herzinfarkt und generell alles, was mit dem Blutkreislauf zu tun hat, ist die Todesursache Nummer eins. Bislang ist das Johanna-Etienne-Krankenhaus für Akut-Patienten keine erste Anlaufstation gewesen, da es im Ärzteteam keinen Kardiologen gab. Auch den wichtigen Herzkatheter gab es in Neuss nur im Lukaskrankenhaus. Das ist jetzt anders. Ab sofort können Patienten mit Verdacht auf Herz-Kreislaufprobleme sofort auch in der Neusser Nordstadt – und das rund um die Uhr – versorgt werden. Von Frank Möll

Retter und Notärzte steuerten das Etienne-Krankenhaus immer dann an, wenn sie beim Patienten einen Verdacht auf Schlaganfall vermuteten. Die Neurologen genießen einen guten Ruf. Kaarster oder Bewohner der Nordstadt mussten bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Druckbeschwerden im Bereich des Brustkorbes schnell ins Lukaskrankenhaus gefahren werden, weil die Kardiologen um Professor Haude dort zu den besten Ärzten Deutschlands gehören und auch die notwendige Technik besitzen, das Herz wieder auf Vordermann zu bringen.

Etienne-Chefarzt Professor Dr. Jens Encke hat jetzt um seine Kollegen Dr. Till Falke und Dr. Thomas Bartsch (beide sind Kardiologen) ein Team aufgebaut, dass auch Herzkranken das Leben retten können. Rund um die Uhr sind Spezialisten im Krankenhaus.

Stress, zu viel fettes Essen, zu wenig Sport. Wer könnte eine bessere Testperson sein, als der rasende Stadt-Kurier Reporter Frank Möll.

Mit empfindlichen Ultraschallgeräten untersucht der Kardiologe Dr. Till Falke das Herz des Reporters. Die Klappen sind zu sehen, auch wichtige Herzmuskeln. Alles optimal. Die Pumpleistung ist top. Die Schlagadern sind frei.

Dann das Belastungs-EGK. Auf dem Fahrrad geht es ab. Bei jedem Schlag entsteht im Herzen ein schwacher Strom mit einer Spannung von ungefähr 1/1000 Volt. Ein Elektrokardiogramm zeichnet diese elektrischen Herzaktionen auf und gibt sie als Kurven wieder.

Das EKG schreibt unter körperlicher Aktivität nichts auffälliges. Gut so!

Dann folgt die Ernährungsberatung von Dr. Till Falke: Weniger Fleisch, mehr Gemüse und Fisch. "Mediterran essen", so sein Ratschlag. Professor Ecke wird deutlicher: "Zehn Kilos müssen weg. Langsam abnehmen." Recht hat er. Ich werde wie Etienne-Chef Paul Neuhäuser nun mehr radeln.

(Kurier-Verlag)