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Taschendiebinnen gefasst - Polizei warnt vor Langfingern in der City

Taschendiebinnen gefasst - Polizei warnt vor Langfingern in den Innenstädten
FOTO: Violetta Buciak
Neuss. Einer aufmerksamen Passantin in der Neusser Innenstadt ist es zu verdanken, dass die Polizei am Montag drei mutmaßliche Taschendiebinnen fasste. Die Zeugin hatte beobachtet, wie drei Frauen Portemonnaies durchwühlten und diese anschließend in einen Glascontainer warfen. Die alarmierten Streifenbeamten konnten die drei Tatverdächtigen, dank einer guten Beschreibung, kurz darauf an der Einmündung Collingstraße Ecke Rheintorstraße kontrollieren und festnehmen. Die 20, 29 und 40 Jahre alten Frauen, hatten bereits in der Vergangenheit häufig wegen Eigentumsdelikten mit der Polizei zu tun.

Die beiden Geldbörsen aus dem Altglascontainer konnten einem Diebstahl zugeordnet werden, der sich gegen 15 Uhr, in der Neusser Innenstadt zugetragen hatte. Vermutlich nutzten die drei Tatverdächtigen den Moment, als ihr Opfer Einkäufe im Rollator verstaute, um unbemerkt in die Handtasche zu greifen und das Portemonnaie zu entwenden.

In Neuss registrierte die Polizei im Jahr 2014 insgesamt 256 Taschendiebstähle. Als Tatorte bieten besonders Innenstädte, Märkte, Großveranstaltungen aber auch stark frequentierte öffentliche Verkehrsmittel gute Gelegenheiten für Langfinger.

Wie im vorliegenden Fall agieren Taschendiebe oft in Gruppen. Einer lenkt ab, der Mittäter greift unbemerkt in die Hand- oder Jackentasche und gibt das Diebesgut an einen Dritten weiter, der damit in der Menge verschwindet. Für die Polizei gestalten sich die Ermittlungen oft schwierig. Werden die Diebe nicht auf frischer Tat ertappt und festgehalten, sind sie meist nur schwer ausfindig zu machen - zumal die Opfer den Verlust oft erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerken. Umso wichtiger ist es, den Taschendieben ihre Arbeit, durch Aufmerksamkeit und die Beachtung einiger Sicherheitstipps zu erschweren. Die Polizei rät:

Rechnen Sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe Sie ablenken wollen, um Sie zu bestehlen. Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie von Unbekannten angesprochen werden - mit welchem Anliegen auch immer. Tragen Sie Wertsachen und Dokumente nicht in der Handtasche bei sich, sondern verteilen Sie sie in verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung. Empfehlenswert sind auch Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder Geldgürtel. Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche stets verschlossen unter dem Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper. In Geschäften, Fußgängerzonen oder ähnlich belebten Bereichen sollten Sie auch Rucksäcke immer verschlossen unter dem Arm tragen. Verwahren Sie Wertgegenstände wie Geldbörse, Mobiltelefon und Schlüssel nicht in der Einkaufstasche, dem Einkaufskorb oder Einkaufswagen und legen Sie Ihr Portemonnaie an der Kasse nicht aus der Hand. Führen Sie nur so viel an Bargeld mit, wie Sie brauchen. Notieren Sie niemals die vierstelligen PIN-Codes von Debit- oder Kreditkarten sowie Mobiltelefonen, sondern lernen Sie diese auswendig.

Wenn Sie doch einmal Opfer geworden sind oder einen Diebstahl beobachten: Verständigen Sie umgehend die Polizei über Notruf 110.

Machen Sie auf den Dieb aufmerksam und fordern Sie umstehende Passanten auf, Ihnen zu helfen. Prägen Sie sich das Aussehen der Diebin/des Diebs möglichst genau ein und stellen Sie sich als Zeugin bzw. Zeuge zur Verfügung. Lassen Sie Debit- oder Kreditkarten unverzüglich sperren, wenn diese abhandengekommen sind. Dazu steht Ihnen unter der Telefonnummer: 116 116 ein gebührenfreier Sperrnotruf zur Verfügung. Weitere Informationen zur Kriminalprävention finden Sie im Internet auf www.polizei.nrw.de (unter Aufgaben > Kriminalitätsvorbeugung). Auch die Experten des Kriminalkommissariats Prävention und Opferschutz der Polizei im Rhein-Kreis Neuss stehen Ihnen gerne mit Rat zur Seite (02131-3000).