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Tote Fische am Jröne Meerke angespült

Nordstadt. Seit einigen Tagen werden verendete Fische am Ufer des Jröne Meerke angespült. Betroffen sind große Karpfen und Brassen. Setzt jetzt etwa ein großes Fischsterben ein? Das Amt für Umwelt und Stadtgrün leitete Sofortmessungen ein. Diese ergaben laut Verwaltung keine Auffälligkeiten, die Wasserwerte für Sauerstoffgehalt, Temperatur und Leitfähigkeit würden der winterlichen Jahreszeit entsprechen. Vorsorglich seien Wasserproben zur weiteren Analyse entnommen worden, deren Ergebnisse noch ausstehen. Von Rolf Retzlaff

Nach Auskunft des Rheinischen Fischereiverbandes und des Fischgesundheitsdienstes beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz sind entsprechende winterliche Fischsterben nicht ungewöhnlich. Die saisonalen Änderungen der Lebensbedingungen in einem See würden insbesondere ältere Fische starken Belastungen aussetzen, die bis zum Tod führen könnten.

Vielleicht gibt es ja am Mittwoch, 4. März, 19 Uhr, weitere Erklärungen; dann findet im Papst-Johannes-Haus an der Gladbacher Straße 3 eine Informationsveranstaltung zur Situation am Jröne Meerke statt. Die von der Stadt beauftragten Gutachter sowie Behördenvertreter wollen hier die Aktivitäten der Verwaltung zur Verbesserung der Situation in dem Naherholungsgebiet erläutern und weitere Maßnahmen diskutieren. Bis dahin sollte sich die Verwaltung allerdings mit den bereits am Jröne Meerke gelandeten Schneegänse auseinander setzen.

 

(Kurier-Verlag)