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Trotz gemeiner Pfefferspray-Attacke: Familie Wollny hält zu Tochter Calantha 16-Jährige gibt Tat gegen Schulkameradin zu+++Sozialstunden und Arrest

Trotz gemeiner Pfefferspray-Attacke: Familie Wollny hält zu Tochter Calantha 16-Jährige gibt Tat gegen Schulkameradin zu+++Sozialstunden und Arrest
Calantha Wollny wurde am Mittwoch vom Amtsgericht zu Sozialstunden und Jugendarrest verdonnert. FOTO: Fotos: Violetta Buciak
Neuss. Am Mittwoch musste sich Calantha Wollny vor Gericht verantworten. Die 16-Jährige stritt zunächst ab, ihre Schulkameradin mit Pfefferspray attackiert zu haben. Derweil hält ihre Familie fest zu ihr. Von Violetta Buciak

Die Stimmung vorm Gerichtssaal war angespannt. Mehrere Presseteams verfolgten Calantha und ihre Geschwister mit Kameras. Gekommen waren auch Silvia und Lebensgefährte Harald – und setzten damit ein klares Zeichen. Trotz aller negativen Schlagzeilen der vergangenen Wochen beweist die Neusser Familie Zusammenhalt. Doch das konnte Calantha nicht vor einem deutlichen Warnschuss seitens des Richters retten. Nach rund zwei Stunden Verhandlung hinter verschlossenen Türen stand das Urteil fest: mehrere soziale Trainingsstunden und zwei Wochen Dauerarrest!

Insgesamt sagten sechs Zeugen aus, bevor Calantha am Ende die Attacke doch zugab. Der 16-Jährigen wurde vorgeworfen, im August 2016 einer Schulkameradin aufgelauert und ihr Pfefferspray in die Augen gesprüht zu haben, was zu Verätzungen zweiten Grades geführt haben soll.

Tatvorwurf: gefährliche Körperverletzung.

Zuvor bestritt Calantha die Attacke und behauptete, zur Tatzeit in Düsseldorf gewesen zu sein.

Auch Bruder Jeremy Pascal stand am selben Tag vor Gericht. Er war mit Marihuana erwischt worden. Am Ende brachte ihm das eine richterliche Verwarnung ein. Zusätzlich muss er noch zu vier Gesprächen mit der Drogenberatung.

Nach diesem Tiefpunkt in der Geschichte der beliebten TV-Familie, stehen die Weichen auf Neuanfang. Bereits am Dienstag nahmen die Wollnys ihr neues Mobil entgegen – einen schwarzen Peugeot der Herbrand-Jansen Neuss GmbH. Nachdem Calantha mit ihrem Freund die ursprüngliche Familienkutsche nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ins Feld setzte, war es nicht mehr fahrtauglich. Beim Übergabetermin war die 16-Jährige nicht dabei, ihr Name steht dennoch zwischen denen ihrer Geschwister auf dem neuen Gefährt. In einem Interview, das ihr Management veröffentlichen ließ, sagte Calantha zu, demnächst in eine Therapie zu gehen. Erste Schritte zurück in die Normalität.

Violetta Buciak

(Kurier-Verlag)