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Wenige Flüchtlinge: Traglufthalle und Wohnungen stehen leer

Wenige Flüchtlinge: Traglufthalle und Wohnungen stehen leer
Neben der Traglufthalle stehen auch 70 für Flüchtlinge angemietete Wohnungen leer. Jetzt tritt die Stadt auf die Kostenbremse. FOTO: Foto: violetta Buciak
Neuss. Die geringe Zahl von wöchentlichen Neuzuweisungen an Flüchtlingen hält weiter an. Waren es im Dezember noch rund 150 Flüchtlinge, mit denen die Stadt rechnen musste, sind es laut Sozialdezernent Ralf Hörsken aktuell Null bis 16. Von Violetta Buciak

Das führt nicht nur zum Leerstand der Traglufthalle – auch 15 Prozent von rund 80 angemieteten Wohnungen stehen aktuell leer. Das veranlasste die Stadtverwaltung jetzt dazu, auf die Kostenbremse zu treten – und sorgt abermals für Kritik.

Immobilienbesitzer befanden sich bereits in Verhandlungen mit der Stadt, boten zwei Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen an. Nachdem man fast handelseinig war, machte die Verwaltung einen Rückzieher – zum Unverständnis von Ursula von Nollendorf (CDU) und Susanne Benary-Höck (Grüne), die deutlich machten, dass es viele Menschen in der Stadt gebe, die Probleme haben, preiswerten Wohnraum zu finden oder von Obdachlosigkeit bedroht sind.

Kritik, die Breuer zurückweist. Bei einem aktuellen Überhang von 300 Köpfen sei ein Aussetzen nötig gewesen. Man müsse sich erst um die 15 Prozent der schon angemieteten 80 Wohnungen kümmern, die leer stehen. Diese sollen in Kürze bezogen werden.

 

(Kurier-Verlag)