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Durchbruch bei der Hundesteuer

Durchbruch bei der Hundesteuer
Jacqueline Schalasta wollte die horrende Steuererhöhung nicht auf sich sitzen lassen – ihre Mühe hat sich gelohnt. FOTO: Hanna Loll
Kaarst. Für Kaarster Hundehalter ein echter Durchbruch: Nachdem sich zahlreiche Bürger um Hundebesitzerin Jacqueline Schalasta gegen die horrende Erhöhung der Steuern für sogenannte gefährliche Hunde gewehrt und sich in der Ratssitzung am 9. Februar dagegen ausgesprochen hatten (http://www.stadt-kurier.de/kaarst/kaarst-hat-einen-haushalt-aid-1.6608870), hatte der Rat das Thema in den Hauptausschuss verschoben. Von Hanna Loll

Dort wurde am vergangenen Donnerstag von den Parteien einstimmig gewünscht, "Listenhunde" als "normale" Hunde zu besteuern, sobald sie einen Wesenstest ablegen und ihre Ungefährlichkeit von Experten regelmäßig bestätigt wird. Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus hat die Parteien aufgefordert, einen schriftlichen Antrag einzureichen, über den bei der nächsten Ratssitzung am 18. Mai abgestimmt werden soll. "Wir sind total erleichtert", freuen sich Schalasta und ihre Mitstreiter. 

Denn in konkreten Zahlen bedeutet diese Entscheidung für die Halter gefährlicher Hunde eine enorme Entlastung: Bis 2016 hatten Hundehalter mit einem Hund 77 Euro, seit der Steuererhöhung im Januar 2017 sind es 96 Euro im Jahr, bei zwei Hunden waren es bisher 95 Euro, jetzt sind es 120 Euro. Bei gefährlichen Hunden wie dem Pitbull Terrier und weiteren Rassen, die das NRW-Gesetz als gefährlich eingestuft hat, lag der jährliche Steuerbeitrag für einen Hund bei 300 Euro im Jahr, seit 1. Januar sind es 600 Euro. Bei zwei Hunden stieg der Steuersatz von 400 auf satte 900 Euro pro Jahr und Hund. So können Halter gefährlicher Hunde nach dem Beschluss im Mai und nach erbrachtem Wesenstest mehrere Hundert Euro sparen. Schalastas Mühe hat sich gelohnt.