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Breuer gibt Neussern Wohnungen zurück... ... und sein Kollege Stefan Hahn bekommt ein Eis

Breuer gibt Neussern Wohnungen zurück... ... und sein Kollege Stefan Hahn bekommt ein Eis
Bürgermeister Reiner Breuer schenkt Sozialdezernent Stefan Hahn zum Abschied ein italienisches Eis. FOTO: Foto: Frank Möll
Neuss. Zu viele Wohnungen für Flüchtlinge eingeplant! Stadt will Wohnungsmarkt entspannen. Von Frank Möll

Nach Auffassung von Bürgermeister Reiner Breuer soll die Stadt Neuss nicht weiter als Vermieter auftreten und Wohnungen vom freien Wohnungsmarkt für Flüchtlinge überteuert anmieten und damit die Wohnungsmarktpreise für einheimische Mieter nach oben treiben.

Viele Wohnungen für viele Flüchtlinge stehen derzeit in Neuss leer und fehlen den anderen Wohnungsuchenden in der Stadt (Familien, alleinerziehende Mütter).

Diese Ankündigung sorgt bei Ursula M. von Nollendorf (CDU) für Empörung. „Viele Vermieter haben sich darauf verlassen, dass die Stadt die Wohnungen anmietet“, so die Ratsfrau erzürnt. Mehrere Monate sei überhaupt nichts passiert. Ein Verlust für die Vermieter! Auch Susanne Elisabeth Benary-Höck von den Grünen gibt der CDU recht: „So geht man nicht mit Vermietern um. Wir sind doch froh, dass Flüchtlinge nicht in Sammelunterkünften untergebracht werden müssen.“

Reiner Breuer bekommt viel Zustimmung für diesen Schritt und dankte seinem Sozialdezernenten Stefan Hahn bei seinem Abschied mit einem italienischen Eisbecher für sein Engagement in Neuss. Es geht ein Mensch! Mehr zur aktuellen Flüchtlingssituation auf Seite 3.

Frank Möll

(Kurier-Verlag)