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Er hat den Süden fest im Griff: Vaupel erhält Zuschlag für Norfer Supermarkt

Er hat den Süden fest im Griff: Vaupel erhält Zuschlag für Norfer Supermarkt
Inhaber Patrick Vaupel umrahmt von den Marktleitern in Allerheiligen, Marcel Hamacher und Timo Schillen. FOTO: Foto: V. Buciak
Norf. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die sich nahtlos in American-Dream- oder Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Storys einreihen könnte. Patrick Vaupel leitet im Neusser Süden gleich zwei REWE-Filialen und eine Nahkauf-Filiale – und das im jungen Alter von 39 Jahren. Jetzt kommt noch eine weitere hinzu: Der Zuschlag für den REWE-Markt am Lessingplatz in Norf ging an ihn. Wer ist der Mann, der den Neusser Süden so fest im Griff hat? Von Violetta Buciak

Mit 21 war er bereits Marktleiter in Köln-Klettenberg, nur zwei Jahre später war er Bezirksleiter der Zentrale in Hürth. In die Selbstständigkeit ging Vaupel vor elf Jahren. Wie schafft es ein junger Mann wie Patrick Vaupel von 0 auf 100? Ein Blick in seine Vita ist beeindruckend. Nachdem er sein Abitur absolvierte, machte der gebürtige Wuppertaler eine Ausbildung zum Industriekaufmann – bis hierhin alles normal. Dann aber ging es steil bergauf.

"Schon während meiner Zeit als Azubi habe ich in einem Wuppertaler Supermarkt gejobbt und Gefallen daran gefunden. Ich entschied mich dafür, durch die harte Schule zu gehen und als Angestellter bei REWE in Klettenberg anzufangen. Hier habe ich mir zwei bis drei Jahre den Allerwertesten aufgerissen, habe um 6 Uhr angefangen und bin oft erst spätabends nach Hause gekommen", erinnert sich der glücklich verheiratete Familienvater. Anstrengungen, die sich gelohnt haben.

Zuerst wurde er stellvertretender Filialleiter, dann Marktmanager. Nur zwei Jahre später übernahm der tüchtige Geschäftsmann die Bezirksleitung in Köln-Hürth. "In dieser Funktion habe ich viele selbstständige Kaufleute kennengelernt und Blut geleckt. In mir festigte sich der Wunsch, mich ebenfalls selbstständig zu machen", erzählt Vaupel. Und so nutzte er die Chance, als in Allerheiligen ein Grundstück ausgeschrieben wurde.

Fleiß, Disziplin, Mut und sein sicheres wie freundliches Auftreten taten ihr Übriges. Und so fackelte Vaupel auch nicht lange und schlug gleich zu, als eine weitere Filiale in Rosellerheide und jetzt die in Norf besetzt werden sollte. Was ihn am meisten an seinem Beruf begeistert, ist der Kundenkontakt. Dass Vaupel gut mit Menschen kann, zeigt auch sein riesiges Engagement im Ort. Ganz aktuell: Für die Flüchtlinge, die in der Dreifachsporthalle in Allerheiligen untergekommen sind, hat der Familienvater eine Spendenaktion initiiert. An allen Kassen sind Körbe angebracht, in denen Artikel für Flüchtlinge gesammelt werden.

Von soviel Engagement sind die Allerheiligener ganz begeistert. Nun dürfen sich auch die Norfer bald auf eine von Vaupel geführte REWE-Filiale freuen. Im April oder Mai soll Eröffnung gefeiert werden.

(Kurier-Verlag)