| 09.36 Uhr

Stromausfall
Marder legt 4.000 Haushalte lahm

Marder legt 4.000 Haushalte lahm
Ein Marder hatte sich in der vergangenen Nacht in das Umspannwerk verirrt und war auf eine Trafostation geklettert. Dort sorgte er für einen Kurzschluss, den er leider nicht überlebte. FOTO: Wolfgang Bever / pixelio.de
Neuss. Kurz nach Mitternacht wurde es rund um die Neusser Innenstadt plötzlich dunkel. Ein Marder hat in der Nacht vom 24. auf den 25. September zu einer Unterbrechung der Stromtors 12 in der Umspannanlage Jülicher Straße einen Kurzschluss ausgelöst, der zum Ausfall des Transformators führte.

Die Versorgungsunterbrechung dauerte von 23.58 Uhr am 24. September und endete um 0.49 Uhr am 25. September. Betroffen waren 157 Ortsnetzstationen, über die etwa 4.000 Haushalte versorgt werden. Teile der Pomona, der Innenstadt und des Stadionviertels waren in der genannten Zeit ohne Stromversorgung.

Die Versorgung wichtiger öffentlicher Einrichtungen konnte über Notstromaggregate sichergestellt werden. Erste Hinweise aus der Bevölkerung auf eine mögliche Explosion oder einen Blitzeinschlag in einer Versorgungseinrichtung bestätigten sich glücklicherweise nicht. Viele Bürger gingen mit Taschenlampen auf die Straßen und riefen besorgt über den Notruf die Polizei oder die Feuerwehr an. Aufgrund der Vielzahl von Anrufen waren hier die Leitungen komplett ausgelastet.

In der vergangenen Nacht saßen viele Neusser fast eine Stunde lang im Dunkeln. FOTO: Hikmet C.

Die Polizei setzte in den betroffenen Stadtteilen vermehrt Streifen ein, um schnelle Präsenz zu gewährleisten und Straftaten zu verhindern. Um kurz vor 1 Uhr hatte der Spuk dann ein Ende und die Versorgung war wieder hergestellt. Nach Auskunft des Netzbetreibers hatte sich ein Marder in das Umspannwerk verirrt und war auf eine Trafostation geklettert. Hierdurch wurde ein Kurzschluss verursacht, den das Tier leider nicht überlebte. 

Nachdem der Marder den Kurzschluss durch einen Kontakt verursacht hatte, löste planmäßig eine Schutzeinrichtung (eine Art von elektronischer "Sicherung") aus. Deshalb musste ein Mitarbeiter der Westnetz-Bereitschaft zur Umspannanlage fahren und sich vor Ort aus Sicherheitsgründen ein Bild der Lage machen. Danach konnte der Ersatz-Transformator 11 über eine Mittelspannungs-Kupplung zugeschaltet werden und die Stromversorgung übernehmen.