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Wieder Raubüberfall auf Postfiliale: Neusser fühlen sich nicht mehr sicher

Wieder Raubüberfall auf Postfiliale: Neusser fühlen sich nicht mehr sicher
Am Montag kam es zu einem Raubüberfall in dieser Holzheimer Postfiliale. FOTO: Foto: Violetta Buciak
Holzheim. Schocksekunde für eine Mitarbeiterin der Postfiliale an der Hauptstraße in Holzheim: Ein fast zwei Meter großer Mann zieht ein Messer, fordert Geld und verschwindet. Nicht der erste Raubüberfall in diesem Jahr. Erst vor einer Woche passierte ähnliches in Weckhoven. Viele Neusser fühlen sich nicht mehr sicher. Von Violetta Buciak

Es passierte am Montag am helllichten Tag. Gegen 13.10 Uhr erreichte die Polizei der Notruf aus Holzheim.

Der Täter trug eine Skimaske, passte eine Mitarbeiterin ab, als diese das Geschäft in ihrer Mittagspause verlassen wollte. Mutmaßlich hielt er sich zuvor schon eine geraume Weile in unmittelbarer Nähe des Geschäfts auf. Unter Vorhalt eines Messers nötigte er die Frau zurück in den Laden zu gehen und Bargeld auszuhändigen. Dabei bedrohte er noch zwei weitere Angestellte, die sich in der Filiale befanden. Er ließ sich einen Geldbetrag von mehreren Tausend Euro in eine rote Plastiktüte aushändigen und flüchtete anschließend durch einen Nebeneingang.

Die Bevölkerung ist schockiert. „Und das im beschaulichen Holzheim...“, kommentiert Juliane Meyer auf Facebook. Erst vor einer Woche war es zu einem ähnlichen Vorfall in Weckhoven gekommen. Als ein Mitarbeiter am frühen Samstagmorgen den Kiosk mit Postagentur aufschließen wollte, wurde er von zwei Unbekannten überrascht. Auch hier drohten die Täter mit einem Messer und erzwangen so die Herausgabe einer größeren Summe Bargeld und Briefmarken aus einem Geldtresor. Im Anschluss fesselten und schlugen sie den Kioskmitarbeiter.

In Neuss kam es in diesem Jahr mindestens zu fünf solcher Raubüberfälle. „Der Unterschied zu Einbrüchen ist der, dass die Betroffenen hierbei mit Waffen bedroht werden“, erklärt Diane Drawe, Pressesprecherin der Polizei. Einen solchen Fall gab es am 30. März im Leihhaus an der Michaelstraße. Die Angestellte wurde gefesselt und mit einer Schusswaffe bedroht.

Ein ähnlicher Vorfall passierte nur einen Monat früher in einer Postfiliale in Grimlinghausen. Der Täter packte der Kundin in die Haare und zog sie vom Frisierstuhl. „Hierbei sind die Betroffenen oft traumatisiert“, bestätigt Drawe. Dramatisch: Bisher wurde keiner dieser Fälle aufgeklärt. Die Fahndungen laufen noch. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten sich bei der Polizei zu melden: Tel. 02131/30 00.

(Kurier-Verlag)