Allerbeste Laune herrschte bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Die Beteiligten feierten zu Recht den attraktiven Neubau. Pünktlich und im Kostenrahmen – beides in der heutigen Zeit alles andere als üblich – wurde die Fertigstellung durchgezogen. Baubeginn war im Sommer 2025.
In das rund 3.000 Quadratmeter große Gebäude hat die Stadt 14 Millionen Euro investiert. Die Schüler können sich künftig auf eine Mensa, 14 OGS-Räume und vier Klassenzimmer freuen. „Die Schlüsselübergabe ist zwar nur symbolisch, sie zeigt aber den Erfolg des Projekts. Wir werden eine Punktlandung schaffen und der Schule ein modernes und nachhaltiges Gebäude zur Verfügung stellen“, freut sich Bürgermeister Christian Horn-Heinemann. Sandra Zapp von der KGS ergänzt: „Wir konnten wunderbar beobachten, wie aus den Plänen nun Realität wird. Es hat uns besonders gefreut, dass wir uns beispielsweise bei den Materialien oder Farben mit einbringen konnten. Dieser Anbau wird uns viel Freude machen.“
Doch ein Wermutstropfen wird der Stadt dann doch in den „Feiersekt“ gekippt: Zwar sollen pünktlich zum neuen Schuljahr die Klassenräume komplett neu möbliert und die Mensa nutzbar sein, für die Möbel der OGS-Räume gibt es aber wider Erwarten keine Geldmittel aus dem Fördertopf „Rheinsches Revier“. Also musste die Stadt einen weiteren Förderantrag bei der Bezirksregierung stellen.
Es geht um Mittel in Höhe von rund 180.000 Euro. „Die Ausschreibung ist gelaufen, die Vergabeentscheidung für die Lieferung des Mobiliars wurde bereits getroffen. Wir warten jetzt auf die Förderzusage vom Land“, macht Böttner deutlich. Lieferzeit für die Möbel: sechs bis zehn Wochen – also bis zum Beginn des neuen Schuljahres kaum machbar. „Aber wir haben alles mit der OGS-Leitung abgesprochen“, erklärt Böttner. Demnach soll die OGS erst im Herbst in das neue Gebäude einziehen. Sollte allerdings bis Ende des Jahres kein positiver Förderbescheid ins Rathaus geflattert sein, „wird die Stadt die Möbel für die OGS mit eigenen Mitteln beschaffen“, verspricht Böttner. Schließlich möchte die Stadt die Schüler nicht im OGS-Raum stehen lassen ...
Rolf Retzlaff