1. Kaarst

Dr. Dagmar Spona lädt ein zur Besichtigung ihres besonderen Gartens in Vorst

Ein ganz besonderer Garten kann in Vorst besichtigt werden : „Tausende Gärten – Tausende Arten“

Kaarst/Vorst. Das Insekten- und Artensterben und die Folgen des Klimawandels sind in aller Munde. Während die einen noch in der Hoffnung leben, dass es nicht so schlimm werden würde, organisieren sich immer mehr Bürger im Kampf gegen den Klimawandel und das Insektensterben und versuchen, ihr persönliches Leben nachhaltiger zu gestalten.

Eine Möglichkeit dazu ist das Hortuskonzept. „Was ich an diesem Konzept besonders überzeugend finde“, erklärt die Vorsterin Dr. Dagmar Spona, deren Garten ganz frisch mit „Silber“ von der Aktion „Tausende Gärten – Tausende Arten“ (unter anderem gefördert von der Bundesregierung) ausgezeichnet wurde, „dass damit viele Interessen abgedeckt werden. Das Motto des Hortusnetzwerks ‚Vielfalt, Schönheit, Nutzen‘ bringt dies einprägsam auf den Punkt“. Ein Hortus ist ein Garten nach dem Drei-Zonen-Modell von Markus Gastl, bei dem in zwei Zonen des Gartens aktiver Naturschutz und Förderung der Insektenvielfalt betrieben und in der dritten Zone Gemüse, Obst und Kräuter unter Verwendung nachhaltiger Methoden der Permakultur angebaut werden. Dr. Spona hat in den vergangenen Jahren den Hortus Multiplex in Vorst aufgebaut. Wer live erleben möchte, wie ein solcher Garten aussehen kann oder wer sich über Naturgärten, Insekten- und Artenschutz informieren möchte, kann dies bei einer Besichtigung des Hortus Multiplex. „Am Sonntag, 19. Juni, von 10 bis 16 Uhr kann jeder Interessierte meinen Garten Am Breiten Deich 15 besichtigen. Gerne beantworte ich Ihre Fragen. Und wen das Naturgartenfieber gepackt hat, kann aus über 300 getopften Wildpflanzen und aus 700 Samentütchen auswählen, natürlich kostenlos.“ freut sich Dr. Spona.

Auch Angela und Walter Hafner, die sich im Bund für Umwelt- und Naturschutz Kaarst (BUND) engagieren, arbeiten mit „Tausende Gärten – Tausende Arten“ zusammen. Gemeinsam mit Dr. Rainer Neumann von Scientist for Future sowie Freunden und Bekannten aus den BUND- und NABU-Gruppen vor Ort hatten sie die Idee zu dem Wildpflanzenbeet und einer Vortragsreihe der örtlichen VHS zum Klimawandel. „Wir finden, dass Kaarst ein Modellbeet verdient hat. Vielfalt statt Einfalt – das ist unser Motto“, so Angela Hafner. „Wir wollten einfach den ersten Schritt tun.“ Das Ehepaar hatte die Stadt um Erlaubnis gefragt und die Patenschaft für das Wildpflanzenbeet in der Nähe des Rathauses übernommen. Bürgermeisterin Ursula Baum ist begeistert und war bei der Pflanzaktion dabei: „Ich freue mich, dass wir das Projekt gestartet haben und gemeinsam nach vorne bringen. Keine Fläche ist künftig vor mir sicher“, sagt sie und rief die Kaarster zum Mitmachen auf. -etB