Kaarst: Zuschuss für Citymanager und mehr

Kaarst · Am Donnerstag hat der Regionalrat den Vorschlag der Bezirksregierung zum Städtebauförderprogramm angenommen. Darin enthalten ist auch die Förderung des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) der Stadt Kaarst.

Rund 500.000 Euro würden der Stadt für das laufende Haushaltsjahr zur Verfügung stehen, wenn das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung das Förderprogramm entsprechend des Regionalrat-Beschlusses verkündet.

Tatsächlich hatte die Stadt viel früher mit dieser Entscheidung gerechnet. Doch die verzögerte Regierungsbildung in Berlin und die damit einhergehende verspätete Entscheidung über den Bundeshaushalt schlugen auch auf kommunaler Förderebene durch. "Jetzt überwiegt aber erst einmal die Freude, dass unseren Förderanträgen vollumfänglich entsprochen wurde", sagt Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus, "denn jetzt können wir mit den ersten Schritten für die Umsetzung einer modernen Stadtmitte beginnen."

Die Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst, Sigrid Burkhart, will nun zügig die Umsetzung einleiten: "Wir werden versuchen, möglichst alle für das laufende Jahr geplanten Projekte des IEHK anzugehen und setzen darauf, dass wegen des Förderbescheids die Mittel auf das kommende Haushaltsjahr übertragen werden können." Die Fördermittel sind für vier Projekte aus dem IEHK eingeplant:

— die Weiterführung der Grünen Achse

— den Wettbewerb zur Weiterentwicklung der Neuen Mitte

— den Verfügungsfonds für die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Kaarst-Mitte — die Installation eines Citymanagements.

"Sichtbar werden diese Maßnahmen unter anderem im Maubiszentrum, wo wir sehr schnell aktiv werden wollen und die Verschönerung beginnen", sagt Burkhart.

Insbesondere der Verfügungsfonds für die ISG Kaarst-Mitte ist aus Sicht der Stadtverwaltung von entscheidender Bedeutung. "Damit wird die finanzielle Basis der privaten Interessengemeinschaft gestärkt. Projekte, die in der Stadtmitte punktuelle Verbesserungen erzielen, können so durch die ISG unabhängig umgesetzt werden. Dazu gehört etwa ein Lichtkonzept oder die Durchführung von Veranstaltungen. Die Ideen liegen in der Schublade. Bisher mangelte es der ISG häufig an Geld", sagt Burkhart.

Das IEHK ist zeitlich bis ins Jahr 2024 angelegt. Für viele Maßnahmen ist eine hälftige Teilung der Kosten durch Stadt und Städtebauförderung geplant. "Die Bewilligung der Mittel für 2018 verstehen wir als Signal, dass unser IEHK über den gesamten Zeitraum entsprechend unserer Anträge gefördert wird", sagt Burkhart.

(Kurier-Verlag)