Kaarster Start-Ups stellen sich vor und können gewinnen Kaarster „Gründerpreis“ behandelt Jung-Unternehmer wie Pop-Stars

Kaarst · Kaarst gibt sich Mühe, ein wirtschaftsfreundlicher Standort zu sein. Das ist der Grund dafür, dass Jungunternehmer ein bisschen wie Pop-Stars behandelt werden. Sogar das Auswahlverfahren des Gründungspreises „Kaarst up“ erinnert ein wenig an eine Casting-Show, den Finalisten winken nicht zuletzt ein öffentlichkeitswirksamer Auftritt beim Stadtfest „Kaarst total“ und jede Menge Reichweite in den Sozialen Medien.

Von links: Die ehemaligen Preisträger Christian und Sabrina Weinert von der „R² Filmproduktion GmbH“ sitzen nun selbst in der Gründerpreis-Jury – gemeinsam mit den Wirtschaftsförderern Steffen Bellenstedt und Felix Hemmer.

Foto: Kurier-Verlag/Thomas Broich

Der Gründungspreis „Kaarst up“ geht in die nächste Runde. Ab sofort können sich Unternehmen aus Kaarst, die seit dem 1. Januar 2023 gegründet haben, auf den Gründungspreis „Kaarst up“ bewerben. Die Bewerbungs- und Nominierungsphase läuft bis zum 3. Juli. Danach bewertet die Jury die eingereichten Bewerbungen anhand einer Bewertungsmatrix. Außerdem wird es für die Öffentlichkeit ein sogenanntes „Public Voting“ geben. Die Preisverleihung als Höhepunkt erfolgt dann schließlich auf dem Stadtfest „Kaarst total“.

Das Gewinner-Unternehmen kann sich auf Preise im Wert von 3.000 Euro freuen.

Ab sofort können sich Unternehmen aus Kaarst, die seit dem 1. Januar 2023 gegründet haben, auf den Gründungspreis bewerben.

Die Ergebnisse aus der Jurybewertung fließen zu 60 Prozent und die Stimmen aus dem Voting zu 40 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Das Gewinner-Unternehmen bekommt neben dem Preisgeld von der Raiffeisenbank Kaarst eG und R² Filmproduktion ein exklusives Start-Up Media Package, Social Media Werbung sowie Bühnenzeit auf einer „Kaarst total“ Bühne.
Bewertet werden die Gründer und ihre Teams, der Businessplan und die Strategie, der Innovationsgrad, der Umsetzungsstand, die Finanzierung, Skalierbarkeit, der gesellschaftliche Beitrag und die Nachhaltigkeit.

Auch für die Kaarster Wirtschaftsförderung hat sich die Auslobung des Preises bereits als nachhaltig erwiesen. Die „R² Filmproduktion GmbH“ konnte im Jahr 2022 den Wettbewerb für sich gewinnen – jetzt sitzen deren Inhaber Christian und Sabrina Weinert selbst in der Förderpreis-Jury, weil sie vom Effekt der Auslese überzeugt sind. „Jedes Start-Up braucht Geld und Sichtbarkeit“, sagt Sabrina Weinert. Auch ihrem Unternehmen habe das in der Startphase in Kaarst viel gebracht. Ihre Social Media Agentur für Unternehmen sei ursprünglich eher international unterwegs gewesen, doch in der Corona-Zeit sei man gezwungen gewesen, sich neu aufzustellen. Mit dem Anschub des Gründerpreises sei es ihnen gelungen, in Kaarst (und Umgebung) bekannt zu werden und Fuß zu fassen.

Wer in ihre Fußstapfen treten möchte, sollte unter anderem praktische Fragen beantworten können wie: Welche Kunden möchten Sie erreichen? Welche Bedürfnisse hat Ihre Zielgruppe? Womit nehmen Sie Geld ein? Aber auch ideelle und visionäre Fragen: Welche Werte lebt Ihr Unternehmen? Was sind Ihre langfristigen Ziele? Welchen Beitrag leistet die Gründung für die Gesellschaft, zum Beispiel durch Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung von Bildung oder sozialen Initiativen? Erfahrungsgemäß scheitern immer wieder Start-ups daran, ihre Unterlagen komplett, fehlerfrei oder rechtzeitig abzugeben, daher ist eine gute Vorbereitung Pflicht.

Weitere Infos: https://www.xn--wif-kaarst-gcb.de, Steffen Bellenstedt, Tel: 02131/98 75 63, [email protected].

Thomas Broich