Festival am Samstag, 25. April „Rock gegen Rechts“

Neuss · Am Samstag, 25. April, öffnet das Neusser Jugendzentrum „Das Haus“ erneut seine Türen für das Festival „Rock gegen Rechts“. Das Konzert beginnt um 18 Uhr in der Jugendeinrichtung „Das Haus“ am Hamtorwall 18. Der Eintritt erfolgt in Form einer Mindestspende von 12 Euro. Mit ihrem Beitrag unterstützen die Gäste gleichzeitig einen guten Zweck, denn sämtliche Einnahmen der gemeinnützigen Veranstaltung werden an wohltätige Organisationen gespendet.

Im vergangenen Jahr sorgte unter anderem die Band „Las Ma’havn“ beim Festival „Rock gegen Rechts Neuss“ im Haus für Stimmung.

Foto: Kurier-Verlag/Thomas Broich

Auch musikalisch verspricht der Abend ein abwechslungsreiches Programm. Sechs Bands sorgen mit unterschiedlichen Stilrichtungen für Stimmung – von energiegeladenem Hip-Hop über Rock und Grunge bis hin zu Punk mit gesellschaftskritischen Texten. Jede Formation bringt dabei ihre eigene musikalische Perspektive und Botschaft in den gemeinsamen Einsatz gegen Rechtsradikalismus ein.

Den Auftakt macht das Hip-Hop-Duo „Turtle und Frieda“, das unter dem Motto „FRISS DAS!“ auftritt. Mit pointierten Texten, Humor und Selbstironie greifen sie politische Gleichgültigkeit und gesellschaftliche Missstände auf und laden ihr Publikum dazu ein, sich auch gedanklich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen.

Frischen Wind bringt zudem das Düsseldorfer Trio „Kleine Scherben“ auf die Bühne. Die Band, die Anfang 2024 gegründet wurde, verbindet grunge-inspirierte Klänge mit experimentellen Elementen sowie Noise- und Groove-Passagen. Daraus entsteht ein dichter, vielschichtiger Sound, der rohe Energie mit kreativer Klangvielfalt kombiniert.

Mit bewusst eigenwilligem Stil präsentiert sich die Band „Datenschmutz“. Statt klassischem Pop-Punk setzen sie auf gebrochene Strukturen, ungewohnte Klangbilder und emotionale Zwischentöne. Wer Bands wie „Joyce Manor“ oder „Turnstile“ schätzt, wird hier zwar Anknüpfungspunkte finden – zugleich geht „Datenschmutz“ bewusst eigene Wege.

Einen besonderen musikalischen Hintergrund bringt die Essener Band „Coredai“ mit. Die vier Musiker studieren an der Folkwang Universität der Künste und verbinden ihren Jazz-Hintergrund mit Punk-Energie. Frontmann Wiktor führt die Band mit ideenreichen Songs an, die Virtuosität, Improvisation und kreative Arrangements miteinander verbinden.

Ebenfalls auf der Bühne steht „Atomica“, eine junge Band vom Erasmus-Gymnasium in Grevenbroich. Gegründet im Jahr 2024, widmet sich die Gruppe vor allem dem Sound der 1990er-Jahre und interpretiert bekannte Grunge-Songs mit spürbarer Leidenschaft neu.

Komplettiert wird das Line-up von „Oh, Henry“, die für Indie-Punk mit klarer Haltung stehen. Ihre Songs bewegen sich zwischen wütender Energie und melancholischen Tönen und greifen Themen wie politische Gleichgültigkeit, gesellschaftliche Spannungen und den Wunsch nach Veränderung auf.

Damit bleibt „Rock gegen Rechts“ weit mehr als nur ein Konzertabend. Hinter der Veranstaltung steht ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, kulturelles Engagement mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden. Ziel ist es, ein klares Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen – und gleichzeitig Organisationen zu unterstützen, die sich für ein solidarisches Miteinander einsetzen.

Jahr für Jahr kommen zahlreiche Besucher zusammen, um ein Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Intoleranz zu setzen.

Weitere Infos: https://rock-gegen-rechts-neuss.de/.