Fußballexperte Jotis Grigoriadis: "Ich erlebe keinen Rassismus!" „Rassismus – ein neues Modewort?“

Neuss · „Wenn auf Fußballplätzen bereits elfjährige Kinder Sätze sagen wie ,Ausländer raus’ oder ,Geh zurück in dein Land‘, ist eine Grenze überschritten. Ich habe mich entschieden, nicht länger wegzusehen!“ Mit der Schilderung im Stadt-Kurier dieser vermeintlichen Vorfälle von Rassismus hatte Yildirim Yilmaz, Jugendtrainer des VfR Neuss, für reichlich Diskussionen auf den Sportanlagen im Rhein-Kreis Neuss gesorgt. Jetzt meldet sich ein im positiven Sinne „Fußballverrückter“ zu Wort: „Alles übertrieben!“, sagt Jotis Grigoriadis.

Jotis Grigoriadis: „Kein Rassismus auf Fußballplätzen!“

Foto: privat

Der Grieche betreibt seit rund 20 Jahren eine mobile Fußballschule, hat sich mehr als 40 Jahre lang als Jugendtrainer bei verschiedenen Vereinen wie Wevelinghoven, Kapellen, Weckhoven und DJK Rheinkraft engagiert. Ein Umdenken in Sachen Rassismus auf den Fußballplätzen halte der A-Lizenz-Trainer allerdings nicht für erforderlich. Es falle zwar schon mal sporadisch ein Satz wie „Fahr nach Hause, wo du herkommst“ – doch das verbucht er unter „üblichen Provokationen“. Und er meint: „Rassismus – ist das ein neues Modewort?“ Denn er habe Rassismus nie erfahren, „egal, wo ich gespielt habe“.

Jotis Grigoriadis lebt seit mehr als 50 Jahren in Deutschland. „Ich hatte nie Nachteile wegen meiner Herkunft, habe mich nie benachteiligt gefühlt“, sagt er.