Kreisdirektor Dirk Brügge eröffnete die Veranstaltung und betonte in seinem Grußwort: „Vielfalt ist keine Selbstverständlichkeit. Sie braucht Schutz, Engagement – und vor allem Mut.“ Der von Uwe Schulz moderierte Fachtag bot Impulse aus Wissenschaft und Praxis, beleuchtete aktuelle Herausforderungen im Bereich Antidiskriminierung und zeigte konkrete Handlungsmöglichkeiten für Institutionen, Vereine und die Zivilgesellschaft auf.
Ein Höhepunkt des Tages war der Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Lorenz Narku Laing, Professor für Rassismusforschung an der Evangelischen Hochschule Bochum. Unter dem Titel „Diversität als Zukunftsaufgabe – Wie können wir die diskriminierungsfreie Gesellschaft gestalten?“ gab er inspirierende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und zeigte auf, welche Schritte notwendig sind, um gesellschaftliche Vielfalt nachhaltig zu stärken.
Im Anschluss vertieften vielfältige Workshops zentrale Fragestellungen aus den Bereichen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung. Die Teilnehmenden erhielten hierbei Raum für Diskussion, Austausch und konkrete Handlungsstrategien. Die Ergebnisse wurden zum Abschluss auf einer Dialogbühne vorgestellt – ein Format, das großen Zuspruch fand und allen die Möglichkeit bot, miteinander in den Dialog zu treten.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Fachtags war der „Markt der Möglichkeiten“, auf dem sich neun regionale Organisationen präsentierten, darunter die Antidiskriminierungsservicestelle des DRK Düsseldorf, die Integrationsagentur der Caritas Rhein-Kreis Neuss, die MeDiF-Meldestelle für Diskriminierung im Fußball, die Interkulturellen Projekthelden e.V., die MEDAR-Melde- und Dokumentationsstelle für antimuslimischen Rassismus in NRW, die MIRa-NRW-Melde- und Informationsstelle anti-schwarzer, antiasiatischer und weiterer Formen von Rassismus, das Kommunale Integrationszentrum Rhein-Kreis Neuss mit Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage sowie die Landesstelle Antiziganismus und die SABRA e.V - Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus. Die Gespräche an den Ständen waren sehr lebendig, informativ und boten wertvolle Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung.
Die Veranstalter zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Erfolg des Fachtages. Der Tag habe deutlich gemacht, wie groß das Engagement im Rhein-Kreis Neuss gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Vielfalt sei.
„Der Fachtag hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Austausch, Vernetzung und gemeinsames Handeln sind. Wir freuen uns über das starke Interesse und die vielen Impulse, die wir mitnehmen“, betonten die Verantwortlichen des Rhein-Kreises Neuss und der Caritas Rhein-Kreis Neuss GmbH.