Öko-Haus an der Kaarster Humboldt-Straße Ein neues „Einstiegstor für Kaarst“

Kaarst · An der Humboldtstraße wurde am Mittwoch der Grundstein für den Bau von 21 Wohnungen im sozialen Wohnungsbau gelegt. Das Baugrundstück an der Humboldtstraße umfasst rund 3.200 Quadratmeter. Die Finanzierung wird unter anderem durch ein gefördertes Darlehen der NRW.BANK in Höhe von insgesamt 5.813.995 Euro unterstützt.

An der Grundsteinlegung an der Humboldt-Straße beteiligten sich neben Bürgermeister Christian Horn-Heinemann (Mitte) unter anderem die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung Ina Scharrenbach, Landrätin Katharina Reinhold, Kämmerer Dr. Sebastian Semmler, der geschäftsführende Gesellschafter der Genossenschaft für kommunale Wohnraumversorgung Kaarst, Michael Kirchner, sowie Vertreter der ausführenden Baufirma Ten Brinke und der Politik.

Foto: Kurier-Verlag/Thomas Broich

Das nennt man wohl: „mehrere Fliegen mit einer Klappe treffen“: Erst bekräftigt die Stadt Kaarst damit ihr Bekenntnis, „bezahlbaren Wohnraum“ schaffen zu wollen – das Ganze in ökologisch vorbildlicher Form – und umsetzbar ist das Projekt auch noch zu einem „Schnäppchenpreis“. Durch die geplante Bauweise mit Holz fällt die Fördersumme höher aus als ursprünglich erwartet. Das Gebäude mit 21 Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe des Kaarster Bahnhofes soll Mitte 2027 fertig werden.

Symbolisch passend zur Holzbauweise organisierte Bauherr Ten Brinke deshalb keine klassische Grundsteinverlegung, sondern zimmerte für den feierlichen Baustart eine Holzkiste, in der auch eine eigens dafür durch den Baubetriebshof angefertigte Holzscheibe aus dem Vorster Wald ihren Platz fand.
Bürgermeister Christian Horn-Heinemann betonte die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Mit dem Bau der 21 Wohnungen an der Humboldtstraße setzen wir ein wichtiges Zeichen für mehr bezahlbaren Wohnraum in Kaarst. Es ist bereits das zweite große Projekt unserer Genossenschaft für kommunale Wohnraumversorgung. Der Bedarf ist groß – und das Genossenschaftsmodell zeigt, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Ohne die Unterstützung des Landes wäre ein solches Vorhaben für uns jedoch kaum zu realisieren. Deshalb sind wir sehr dankbar für die Förderzusagen.“ Das Gebäude in moderner Hybrid-Bauweise markiere für die Stadt Kaarst sogar ein neues, repräsentatives „Einstiegstor“.

In ihrer Ansprache machte Ministerin Ina Scharrenbach deutlich, dass das Projekt aus ihrer Sicht in vielerlei Hinsicht beispielhaft sei. Kaarst nutze eine bisherige Brachfläche für dringend benötigten Wohnungsbau und habe dafür ein städtisches Grundstück zur Verfügung gestellt. Zugleich werde mit Hilfe der öffentlichen Wohnraumförderung deutlich, dass sozialer Wohnungsbau in der Stadt eine wichtige Rolle spiele. Auch die geplante Holzhybrid-Bauweise sei zukunftsweisend, da sie den CO₂-Fußabdruck des Bauprojekts deutlich reduziere.
Die Genossenschaft für kommunale Wohnraumversorgung Kaarst (KWK) ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Kaarst, des Rhein-Kreises Neuss und der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH. Ziel der Genossenschaft ist es, dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum nachhaltig zu begegnen. Thomas Broich