Bordell-Skandal: Stadt pennt

Neuss · Die Aids-Kampagnen der 90er Jahre sind längst vergessen. Groß-Bordelle werben heute mit jungen Mädchen (gerade einmal 18 Jahre), die „Girlfriendsex“ praktizieren. Sie gaukeln den Freiern echte Liebe vor, praktizieren Zungenküsse und zum Beispiel Oralverkehr ohne Kondom.

 Hunderte Plakate von Großbordellen, in denen junge Mädchen „motiviert“ werden, mit den Freiern „Girlfriendsex“ (Zungenküsse, Oralverkehr ohne Kondom) zu praktizieren, sind an den Hauptverkehrsadern in Neuss zu sehen. Die CDU-regierte Stadtverwaltung scheint dies erneut zu dulden. Wichtige Beamte sind abgetaucht.

Hunderte Plakate von Großbordellen, in denen junge Mädchen „motiviert“ werden, mit den Freiern „Girlfriendsex“ (Zungenküsse, Oralverkehr ohne Kondom) zu praktizieren, sind an den Hauptverkehrsadern in Neuss zu sehen. Die CDU-regierte Stadtverwaltung scheint dies erneut zu dulden. Wichtige Beamte sind abgetaucht.

Foto: Foto: Frank Möll

Viele Mädchen kommen aus Osteuropa, Asien oder Afrika und sprechen kaum deutsch.

Nachdem Berti Wollersheim in Düsseldorf das Mega-Bordell gebaut hat, werben nun auch andere so genannte Saunaclubs mit ihren „100 Girls“ und „the new generation“ am Neusser Friedhof, am Konrad-Adenauer-Ring und anderen Hauptverkehrsadern. Auch an Schulen.

Die wilde Plakatier-Aktion ist illegal, trifft die Stadtverwaltung auf dem falschen Fuß. Der Chef des Amtes für Verkehrslenkung, Franz Kolbecher, ist mit seiner Band „De Fetzer“ in Hintertux bei der „Kölschen Woche“, der oberste Wirtschaftsförderer Frank Wolters hat sich beim Training für einen Marathonlauf schwer verletzt und fällt lange aus – und beim Stadtmarketing gibt es derzeit offenbar ein Machtvakuum.

Vizebürgermeister Thomas Nickel (CDU) will sich jetzt um das Thema kümmern. Als Juror der Miss-Germany-Wahl sagte er unserer Zeitung, dass er als hauptamtlicher Bürgermeister „vieles anders“ machen wolle. Gut so!

Frank Möll

(Kurier-Verlag)
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