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Stadtwerke Duisburg: 2021 steigen die Strom- und Gaspreise

Preisanstieg kommt : Stadtwerke Duisburg: 2021 steigen die Strom- und Gaspreise

Im Rahmen der Energiewende steigen die Strom- und Gaspreise seit mehreren Jahren bundesweit. In NRW war der Anstieg in der jüngeren Vergangenheit trotzdem überproportional. So leider auch für Kunden der Stadtwerke Duisburg. Im neuen Jahr haben jene mit einem abermaligen Preisanstieg zu rechnen.

Die Großhandelspreise an der Strombörse sind im Rahmen der Coronakrise gesunken. Abgesehen davon sinkt 2021 die EEG-Umlage. Trotzdem ist für Duisburger bei den Strom- und Gaspreisen kaum Entspannung in Sicht. Allein der Strompreis wird für Kunden der Stadtwerke Duisburg zum Januar 2021 um 2,9 Prozent steigen. Beim durchschnittlichen Jahresverbrauch macht das für 2021 etwa 40 Euro Mehrkosten aus. Angesichts der ständig steigenden Strom- und Gaspreise können vor allem in NRW Anbieterwechsel lohnen. Abgesehen davon lohnt es für Privathaushalte, im Rahmen einer Modernisierung über erneuerbare Energien nachzudenken.

Trotz sinkender EEG-Umlage und günstigeren Preisen an der Strombörse

Schon wieder müssen Kunden der Stadtwerke Duisburg ab Januar für Strom und Gas überproportional tief in die Tasche greifen. Erst im vergangenen März hatte die Stadt die Energiepreise deutlich erhöht. Die Verbraucherzentrale hatte schon damals zu einem möglichen Anbieterwechsel geraten. Den deutlichen Anstieg im vergangenen März hatte der Versorger mit einer Steigerung der gesetzlich vorgeschriebenen Umlage erklärt. Die Steuern, Netzentgelte und anderweitig staatlich regulierten Abgaben seien aufgrund der Energiewende maßgeblich gestiegen. Außerdem habe die Stadt die im vergangenen Jahr um etwa acht Prozent gestiegenen Beschaffungskosten an der Energiebörse nicht mehr vollständig für Kunden abfangen können. Die abermalige Erhöhung zum Januar lässt sich allein dadurch nicht mehr erklären. 2020 sind die Preise an der Strombörse aufgrund der Coronakrise gesunken. Nach einer Deckelung durch die Bundesregierung sinkt 2021 außerdem die EEG-Umlage auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde.

Über Alternativen nachdenken

Laut Check24 lassen sich durch einen Anbieterwechsel bis zu 19 Prozent des Energiepreises einsparen. Ein Sonderkündigungsrecht haben Kunden nach jeder Erhöhung mit einer sechswöchigen Frist. Auf lange Sicht denken Verbraucher idealerweise über den Einsatz erneuerbarer Energien nach. Solarmodule rechnen sich laut einem neuen Portal für Solarenergie beispielsweise nach durchschnittlich zehn Jahren. Anders als Solarenergie zur Energie- und Wärmeversorgung sind Wind- und Wasserkraftanlagen in Privathaushalten bislang kaum verbreitet. Das liegt vor allem an der oftmals fehlenden Standorteignung. Zur wirtschaftlichen Nutzung von Wasserkraft braucht das Grundstück beispielsweise Zugang zu einem Bach oder Fluss. Analog dazu sollten Windkraftanlagen an windstarken Standorten stehen. Objekte sollten in der Schneise der Hauptwindrichtung nicht vorhanden sein. Auch die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten und die teils laute Betriebsart können gegen eine Nutzung sprechen. Solaranlagen und Wärmepumpen sind im Regelfall die lohnenswerteren Investitionen. 

Energie-Tipp für Duisburger Eigenheimbesitzer: Angesichts der ständig steigenden Versorgungskosten lohnt sich für Duisburger Eigenheimbesitzer die Kontaktaufnahme mit einem Energieberater. Der Profi kann zu alternativen Versorgungsmöglichkeiten auf dem jeweiligen Grundstück beraten. Außerdem erstellen Energieberater für den Einzelfall Amortisierungsrechnungen. Verbraucher wissen dadurch, wann sich die Investition in erneuerbare Energien bei allen aktuell verfügbaren Förderungen ausgleichen wird.