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Neuss: SPD fordert Lärmschutz für südliche Furth

Unterschriftenaktion in der Nordstadt : SPD fordert Lärmschutz für südliche Furth

Der SPD-Stadtverordnete Heinrich Thiel überreichte jetzt an Bürgermeister Reiner Breuer eine Unterschriftenliste von Bürgern, die eine Lärmschutzwand nördlich der Bahnstrecke zur südlichen Furth hin fordern. Breuer betonte bei dem Termin, dass Lärmschutz ein wichtiges Thema sei. Er sagte zu, das Anliegen und die Unterschriftenliste an die Deutsche Bahn (DB) weiterzuleiten und nochmals auf die Interessen der von Lärm betroffenen Bürger hinzuweisen.

Die Deutsche Bahn ist zur regelmäßigen Lärmaktionsplanung verpflichtet, wenn bestimmte Schwellenwerte erreicht werden. Lärmberechnung und die Lärmaktionsplanung werden durch das Eisenbahnbundesamt durchgeführt. Darüber hinaus ist eine Lärmsanierung auf freiwilliger Basis durch die DB ebenfalls möglich. Bereits vor einigen Jahren wurden im Neusser Stadtgebiet rund sieben Kilometer Lärmschutzwände durch die DB freiwillig saniert beziehungsweise erbaut.

Auf Grund erleichterter Sanierungsbedingungen werden sämtliche Strecken auf Neusser Stadtgebiet nachgerechnet. Das Ergebnis dieser Berechnungen liegt der Stadt jedoch noch nicht vor. Sobald dies der Fall sei, werde man sich der Problematik annehmen, verspricht Breuer.

Bei der Übergabe der Liste im Rathaus lobte Thiel, der bei der Kommunalwahl mit überzeugenden 45,3 Prozent als Stadtverordneter wiedergewählt wurde, das Engagement der Bürger in der südlichen Furth. Anwohner seien auf eigene Initiative tätig geworden und sammelten Unterschriften in ihrer Nachbarschaft. Sie fordern verbesserte Lärmschutzmaßnahmen, um eine deutliche Reduktion des Bahnlärms zu erreichen. Neben dem tagsüber fahrenden Personenverkehr finde nachts Gütertransport auf den Gleisen statt, der besonders lärmintensiv sei, so Thiel.

Er und die Unterstützer wollen darüber hinaus Verbesserungen an der Bahnhofsunterführung erwirken. Sie fordern von der Bahn, die bereits für das vergangene Jahr zugesagten Maßnahmen umzusetzen, um Passanten besser vor dem Taubenkot zu schützen. Dieser verursache auch hohe Reinigungskosten für die Stadt, so Breuer.