Leitungswasser oder Flaschenwasser? Ein Vergleich mit eindeutigem Schluss

Abgefüllt oder doch besser aus der Leitung? Während Mineralwasser aus Flaschen für viele Menschen lange als Premium-Option galt, rückt Leitungswasser, insbesondere im Zusammenhang mit Wasserspendern und Trinkbrunnen, zunehmend stärker in den Fokus. Und das nicht nur aus Kostengründen. Die Unterschiede zwischen beiden Varianten sind deutlicher als oft angenommen und reichen von der Umweltbilanz über die Alltagstauglichkeit bis zu gesundheitlichen Aspekten.

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Die Umweltbilanz offenbart einen deutlichen Unterschied

Der ökologische Fußabdruck beider Wasserquellen könnte kaum unterschiedlicher ausfallen. Leitungswasser verursacht pro Liter gerade einmal 0,35 Gramm CO₂, während Flaschenwasser mit 202,74 Gramm zu Buche schlägt – eine 586-fache Differenz. Die Gründe dafür gehen deutlich über die rund acht Milliarden Einweg-Plastikflaschen hinaus, die Jahr für Jahr im hierzulande entstehenden Müll landen: Die Produktion, der Transport und die Aufbereitung beziehungsweise das Recycling von Pfandflaschen sind für das Klima eine massive Belastung.

Glücklicherweise gibt es praktische, zukunftsweisende Alternativen

Die Installation moderner Wasserspender bietet vor allem Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen eine zeitgemäße Alternative zum Flaschenwasser. Diese Systeme liefern gekühltes, gefiltertes Wasser direkt aus der Leitung – ohne Schlepperei und Lagerprobleme. Das ist absolut sinnvoll, denn Studien zeigen: Die Mehrheit der Beschäftigten trinkt am Arbeitsplatz zu wenig. Der bequeme Zugang zu frischem Wasser kann dieses Problem deutlich reduzieren.

Im öffentlichen Raum wiederum gewinnen Trinkbrunnen zunehmend an Bedeutung: Deutschland plant, die Zahl der etwa 1.500 öffentlichen Brunnen in den kommenden Jahren um 1.000 weitere zu erhöhen. Diese Infrastruktur macht sauberes Trinkwasser niedrigschwellig verfügbar und trägt gleichzeitig zur Klimaanpassung in heißen Sommern bei. Hier kann jede und jeder bedenkenlos den eigenen Durst stillen, denn das deutsche Leitungswasser überzeugt nicht nur im internationalen Vergleich, sondern auch gegenüber dem in Flaschen abgefüllten Produkt.

Tropfen für Tropfen Qualität und Sicherheit

Natürlich unterliegt auch die Trinkwasserhygiene in Regionen wie Neuss und Kaarst den hierzulande besonders strengen Auflagen. In Neuss werden jährlich etwa 1.500 Wasserproben analysiert – auf Nitrate, Schwermetalle, Keime und zahlreiche weitere Parameter. Deutsches Leitungswasser zählt damit zu den am intensivsten überwachten aller Lebensmittel und gehört weltweit zu den sichersten Trinkwasserquellen. Übrigens stammen rund 70 Prozent des deutschen Leitungswassers aus geschütztem Grund- und Quellwasser, das bereits natürlich gefiltert ist.

Kaum zu glauben, doch Flaschenwasser unterliegt deutlich weniger strengen Kontrollvorgaben als das kühle Nass aus der Leitung. Dementsprechend übersteigt etwa die Belastung mit Nitrat, Arsen, Uran, Blei, schädlichen Bakterien und verschiedenen Pestiziden in stichprobenweise getestetem Wasser aus der Flasche die beim Leitungswasser geltenden Grenzwerte – teilweise sogar in bedeutendem Umfang.

Und nicht nur „klassische" Schadstoffe wie die gerade genannten gelten als problematisch: Während das hiesige Leitungswasser praktisch frei von Mikroplastik ist, wurden in Flaschenwasser durchschnittlich 240.000 Plastikfragmente pro Liter nachgewiesen. Diese winzigen Partikel gelangen aus den PET-Behältern ins Getränk – was nicht nur den Geschmack beeinträchtigt, sondern auch eine potenzielle Gesundheitsgefahr darstellt.

Fazit? Die Fakten sprechen klar für das Leitungswasser

Das deutsche Leitungswasser überzeugt durch seinen minimalen CO₂-Fußabdruck, strenge Qualitätskontrollen und eine maximale Alltagstauglichkeit. Die Investition in moderne Wasserspender und öffentliche Trinkbrunnen zahlt sich ökologisch wie ökonomisch aus – und macht den Verzicht auf Flaschenwasser leichter als jemals zuvor.