In diesem Prozess ist es dem Rhein-Kreis Neuss in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik als einer der ersten Kommunen weltweit gelungen, ein lokalspezifisches und datenbasiertes Donut-Modell zu entwickeln. Dieses Modell zeigt anhand ausgewählter Indikatoren den aktuellen Stand der nachhaltigen Entwicklung an Rhein, Erft und Gillbach auf. Der Kreis wurde daher durch das in Großbritannien ansässige Doughnut Economics Action Lab als eine von 30 Pionierkommunen weltweit porträtiert.
„Ich freue mich, dass unsere methodische Vorgehensweise jener von Städten wie Melbourne, London oder Kopenhagen in nichts nachsteht“, so Landrätin Katharina Reinhold. „Unser Donut-Modell macht auf einen Blick transparent sichtbar, in welchen Bereichen wir bereits nachhaltig unterwegs sind und wo wir noch besser werden müssen. Damit sind wir in der Bundesrepublik Deutschland die ersten“, ergänzt Kreisdirektor Dirk Brügge.
Das Donut-Modell beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld aus der Sicherung sozialer Grundbedürfnisse und der gleichzeitigen Einhaltung der planetaren Grenzen. Bei Betrachtung der Ergebnisse für den Rhein-Kreis Neuss wird deutlich, dass viele Aspekte nachhaltiger Entwicklung entweder im Durchschnitt oder sogar übererfüllt sind. Negativ schlagen noch die Bereiche Klimaschutz und Klimaanpassung zu Buche.
Bei seiner Arbeit wird der Rhein-Kreis Neuss mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im Rahmen des Projekts „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen” unterstützt.