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Flüchtlingsunterkunft Sporthalle: So liefen die ersten Tage in Allerheiligen

Flüchtlingsunterkunft Sporthalle: So liefen die ersten Tage in Allerheiligen

Vor rund einer Woche war es so weit, 101 Flüchtlinge haben die Sporthalle in Allerheiligen bezogen. Die Gefühle in der Bevölkerung waren dazu gespalten. Auf der einen Seite gab es eine Welle der Hilfsbereitschaft, auf der anderen Seite gab es Ängste und Sorgen.

Auf Facebook gründete sich noch vor Bezug der Unterkunft eine Gruppe zum Schutz der Bürger, 50 Personen traten binnen kürzester Zeit ein. Nach der ersten Woche zeigt sich: in Allerheiligen läuft es rund, es ist Ruhe eingekehrt.

Heimleiter David Schindler von der DRK ist zufrieden. Nach dem ganzen Trubel finden Helfer und Bewohner immer mehr in den Alltag. "Es ist von Anfang an alles reibungslos verlaufen. Die Flüchtlinge unterstützen uns, wo es nur geht. Sie halten Ihre Räume sauber und packen mit an", freut sich der Heimleiter. Von den besorgten Bürgern habe er nicht viel mitbekommen. "Unsere Ordner haben berichtet, dass einige gekommen wären und nachgefragt haben. Es gab gute und konstruktive Gespräche", versichert Schindler.

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Ein Grund könnte auch der hohe Familienanteil in der Flüchtlingsunterkunft sein. 30 der 101 Bewohner sind Kinder. "Ich betone, dass auch die jungen Männer sehr höflich und hilfsbereit sind", so der Heimleiter. Momentan sind die Bewohner noch mit Formalia und Behördengängen beschäftigt.

In den kommenden Tagen sollen Angebote für mehr Beschäftigung sorgen. Neben Deutschunterricht gibt es auch Freizeitangebote wie Sport oder Tanzkurse. "Natürlich gibt es hier und da auch Probleme. Die Bewohner fragen, wann sie Wohnungen beziehen können. Darauf können wir keine Antwort geben. Ich bin aber zuversichtlich, dass es hier weiterhin so gut klappen wird", sagt Schindler. Die Gruppe "Nachbarschaftsschutz Neuss-Allerheiligen" ist jetzt auf Facebook nicht mehr zu finden.

(Kurier-Verlag)