Diesmal mit besonderen Gästen auf dem Laga-See Am Sonntag wieder Bötchenfahren mit dem Schiffmodelbauverein Neuss

Neuss · Der Schiffmodellbauverein Neuss hat zurzeit ordentlich „Wasser unterm Kiel“: Das ehemalige „Parkwächterhäuschen“ im Stadtgarten wird zum neuen Vereinsdomizil hergerichtet, die SPD möchte zusätzlich am Weiher einen Container aufstellen lassen – und auf der Landesgartenschau ist das „Bötchen-Fahren“ für Kinder zum Publikumsmagnet geworden. So wird es wohl auch am Sonntag, 14. Juni von 10 bis 16.30 Uhr sein – denn dann sind hier zusätzlich zwei ganz besondere Boote zu erleben.

Udo Offergeld (hintere Reihe, 2.v.r.) und Dieter Schnock (vordere Reihe, l.) freuten sich über den Besuch der Sozialdemokraten am Stadtgarten-See: Michael Hohlmann, Florian Meulmann Sascha Karbowiak (hintere Reihe, v.l) und Gisela Hohlmann (vordere Reihe, r.).

Foto: SPD Neuss

Die legendäre „France“, eines der letzten großen Linienschiffe auf der traditionsreichen Route zwischen Europa und Amerika, geht noch einmal auf Reisen – zumindest im Miniaturformat. Im Rahmen der Landesgartenschau Neuss präsentiert der Schiffsmodellbauverein Hamminkeln ein außergewöhnliches Highlight: ein detailgetreues, schwimmfähiges Modell des berühmten Ozeanliners. Das Original der „France“ galt als eines der elegantesten Passagierschiffe seiner Zeit. Mit einer Länge von 315 Metern, einer Breite von 33,7 Metern und einem Tiefgang von 10,5 Metern setzte der Luxusliner internationale Maßstäbe im Passagierschiffbau und prägte über Jahre hinweg die renommierte Verbindung zwischen Le Havre und New York. Auch das Modell beeindruckt durch seine Dimensionen und seine aufwendige Gestaltung. Mit einer Länge von mehr als drei Metern zieht der Ozeanriese im Kleinformat die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Seine Reise führt das Schiffsmodell vom Weikensee in Hamminkeln, dem Heimathafen des Vereins, zur Landesgartenschau nach Neuss.

„France“, der Ozeanriese im Kleinformat, wird am morgigen Sonntag über den Laga-See schippern.

Foto: SMC Hamminkeln

Ein weiteres Highlight des Tages ist der amtierende Weltrekordhalter Steffen Neukäter in der Klasse Hydro L10. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 235,03 km/h hält er den aktuellen Weltrekord und zählt damit zu den schnellsten Piloten seiner Sportart.

Darüber hinaus ist Steffen Neukäter Inhaber von vier weiteren Weltrekorden. Zu seinen außergewöhnlichen Leistungen gehört unter anderem ein gemessener Strom von 780 Ampere in einem Modellboot – ein eindrucksvoller Beleg für die technische Innovationskraft, Leistungsfähigkeit und Präzision auf höchstem Niveau.

Steffen Neukäter präsentiert einige seiner rekordverdächtigen Boote auf der Landesgartenschau.

Foto: SMC Hamminkeln

Steffen Neukäter wird persönlich mit einigen seiner rekordverdächtigen Boote auf der Landesgartenschau vertreten sein. Besucherinnen und Besucher haben dabei die seltene Gelegenheit, einen der erfolgreichsten Modellbootpiloten Deutschlands kennenzulernen, seine Boote aus nächster Nähe zu erleben und sich aus erster Hand über Technik, Rekorde und den faszinierenden Hochgeschwindigkeitssport zu informieren. Für Fragen und Gespräche steht er gerne zur Verfügung.

An der Seeterrasse auf dem Gelände der Landesgartenschau erwartet die Gäste maritime Technikgeschichte zum Anfassen. Der Schiffsmodellbauverein Hamminkeln lädt Interessierte herzlich dazu ein, die faszinierende Welt des Modellschiffbaus und die Geschichte eines der berühmtesten Passagierschiffe des 20. Jahrhunderts zu entdecken.

Natürlich findet auch wieder für junge Besucher das Kinderbootfahren des Schiffsmodellbauverein Neuss statt. Hier können Kinder selbst ein ferngesteuertes RC-Boot steuern und erste Erfahrungen als Kapitän auf dem Wasser sammeln. Spielerisch wird so die Begeisterung für Technik, Modellbau und die maritime Welt geweckt.

Aber auch am Vereins-See im Alten Stadtgarten tut sich was: Die SPD Neuss beantragt im Bezirksausschuss Innenstadt die Aufstellung eines kleinen Containers direkt am See. Alle notwendigen Voraussetzungen wie Fundament und Stromanschluss seien bereits vorhanden. Zudem habe der Verein seine Bereitschaft signalisiert, den Container optisch ansprechend mit Holz zu verkleiden. Die bisher genutzte Holzhütte am Weiher war im vergangenen Jahr abgebrannt. Seitdem fehlt dem Verein die notwendige Infrastruktur, um das Angebot vor Ort ohne großen Mehraufwand fortführen zu können. Wegen des fehlenden Containers müssen die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder ordentliche Strecken von ihrem neuen Domizil im ehemaligen „Parkwächterhaus“ zurücklegen, um zum Beispiel Bänke aufzubauen und ihre Modellboote sowie ein kleines Schlauchboot am Alten Weiher im Stadtgarten zu Wasser lassen zu können.