1. Neuss

Knapper Wohnraum bedingt harten Konkurrenzkampf bei der Wohnungssuche

: Knapper Wohnraum bedingt harten Konkurrenzkampf bei der Wohnungssuche

Am Wohnungsmarkt herrscht ein reger Konkurrenzkampf. Das liegt vor allem an dem Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Gerade Hürden wie hohe Kautionszahlungen erschweren die Wohnungssuche zusätzlich. Abhängig von der Region, wo eine Wohnung gesucht wird, ist die Konkurrenz größer oder kleiner. Es lohnt sich daher, alle Mittel zu ergreifen, um sich Vorteile bei der Wohnungssuche zu sichern. Hierzu gehört unter anderem, nicht offiziell ausgeschriebene Wohnungen zu finden und sich darauf zu bewerben.

Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage

Aktuell herrscht ein großes Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Wohnungsmarkt vor. Sehr viele Interessenten stehen einer überschaubaren Zahl verfügbarer Wohnungen gegenüber. Entsprechend steigen die Mieten seit Jahren und erschweren es, finanzierbaren Wohnraum zu finden. Aber auch im Bereich der Eigenheime sieht die Situation kaum besser aus. Gerade für junge Familien wird es immer schwieriger, sich ein eigenes Haus leisten beziehungsweise es sinnvoll finanzieren zu können.

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Vor allem die Ballungszentren sind für Wohnungssuchende äußerst interessant. Entsprechend ist hier die Zahl der Bewerber auf eine verfügbare Wohnung in der Regel sehr groß. In München kommen zum Beispiel auf eine Wohnung im Schnitt 77 Interessenten. Da ist es schwer, sich durchzusetzen und einen individuellen, positiven Eindruck zu hinterlassen. Häufig entscheiden deswegen die finanziellen Möglichkeiten darüber, ob jemand eine Wohnung bekommt.

Aber auch in anderen Städten ist die Lage kaum besser. In Stuttgart kommen auf eine Wohnung durchschnittlich 75 Bewerber und in Köln sind es immerhin noch 53. Trotz der ähnlich prekären Wohnsituation in Berlin ist die Zahl an Bewerbern in der Bundeshauptstadt vergleichsweise überschaubar. Hier kommen auf eine Wohnung im Schnitt 33 Interessenten. Wegen dieser großen Konkurrenz ist es wichtig, mit einer professionell aufgestellten Bewerbungsmappe ausgestattet zu sein und genau zu wissen, welche Art von Wohnung man möchte.

Hohe Kautionszahlungen erschweren die Wohnungssuche

Da die Mieten in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sind, ist es für Normalverdiener immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Hinzu kommt, dass mit einer Wohnungssuche vielfältige weitere Kosten verbunden sind. Hierzu gehören neben Maklerkosten und der Erstellung einer sinnvollen Bewerbungsmappe auch Kautionszahlungen, die von den Vermietern verlangt werden. Diese betragen in der Regel drei Monatsmieten, sodass teilweise sehr beachtliche Beträge zusammenkommen.

In einigen Fällen sprengt eine solche Kaution ein großes Loch in die Rücklagen oder ist generell nur sehr schwer aufzubringen. Deswegen entscheiden sich immer mehr Menschen für einen Blitzkredit. Mit diesem haben sie das Geld sehr schnell auf dem Konto und können es für die Zahlung der Kaution einsetzen. Somit besteht keine Gefahr, dass andere Bewerber schneller zugreifen, bloß weil das nötige Geld für die Kaution nicht bereit stand. Es ist wichtig, sich bei der Auswahl von einem Blitzkredit für einen zuverlässigen und erfahrenen Anbieter zu entscheiden.

 In einigen Städten ist die Zahl an Bewerbern für eine Wohnung extrem hoch.
In einigen Städten ist die Zahl an Bewerbern für eine Wohnung extrem hoch. Foto: pixabay.de/meineresterampe CCO Public Domain

Regionale Unterschiede am Immobilienmarkt

Bei der Mietentwicklung sind deutschlandweit klare regionale Unterschiede festzustellen. So sind insbesondere in den Ballungszentren günstige Wohnungen kaum noch zu bekommen. Aber auch in einigen ländlichen Regionen ziehen die Mieten sehr stark an, sodass der Konkurrenzdruck bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum immer größer wird. In anderen Regionen bleiben die Preise hingegen stabil oder sinken sogar teilweise. Wer sich eine Wohnung sucht, sollte daher den Markt und seine regionalen Unterschiede genau in den Blick nehmen.

Ein sehr gutes Beispiel für solche regionalen Besonderheiten ist München. Die bayerische Landeshauptstadt ist als Lebensraum äußerst beliebt und erreicht in weltweiten Rankings immer hohe Platzierungen bei der Lebensqualität. Das zeigt sich auch an den Mieten. Diese sind in den letzten Jahren massiv angestiegen, sodass der Preis pro Quadratmeter teilweise über 13,50 € liegt. Aber auch andere Städte wie Stuttgart weisen hohe Mietpreise beziehungsweise Mietpreissteigerungen auf. Ähnliches gilt für Berlin, auch wenn hier trotz hoher Anstiege die Quadratmeterpreise für Wohnraum noch vergleichsweise moderat sind.

Die Chancen auf eine neue Wohnung erhöhen

Angesichts des hohen Konkurrenzdrucks am Wohnungsmarkt ist es wichtig, beim Vermieter einen möglichst positiven und bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dies ist beispielsweise über eine vollständige und ansprechende Bewerbungsmappe möglich. Diese sollte professionell gestaltet sein, sodass sie einen guten Eindruck beim Vermieter hinterlässt.

Ebenso wichtig ist es, den ersten persönlichen Kontakt positiv zu gestalten. Hier sind ein sympathisches und höfliches Auftreten unverzichtbar. Familien mit Kindern können sich als solche präsentieren. Hierbei ist jedoch wichtig, dass die Kinder während der Wohnungsbesichtigung einen guten Eindruck machen und sich benehmen können. Nicht zuletzt ist entscheidend, sich authentisch und ehrlich zu zeigen und nicht etwas darstellen zu wollen, was man nicht ist.

Häufig sind interessante Wohnungen nicht offiziell ausgeschrieben

Bevor man sich auf die eigene Wunschwohnung bewerben kann, muss diese jedoch erst einmal gefunden werden. Das ist gelegentlich gar nicht so einfach. Auf klassischen Immobilienportalen und bei Immobilienanzeigen in Printmedien werden vor allem sehr begehrte Wohnungen angeboten. Das bedeutet, dass die Zahl der Bewerber hier sehr groß ist. Deswegen lohnt es sich, sich auf die Suche nach Wohnungen zu begeben, die auf dem offiziellen Markt gar nicht ausgeschrieben sind.

Das ist zum Beispiel möglich, wenn man das Glück hat, Nachmieter einer Wohnung zu werden. Die Vormieter sind in der Regel nicht an den finanziellen Verhältnissen der Bewerber interessiert, sondern wollen ihre Wohnung zumeist schnellstmöglich loswerden. Ebenso ist es möglich, sich in den sozialen Netzwerken zu informieren. Hier werden häufig Anzeigen geschaltet oder Wohnungen bereitgestellt, die in den offiziellen Medien nicht zu finden sind. Hinzu kommt, dass die Bundesregierung immer wieder Maßnahmen ergreift, um den Wohnungsmarkt in ihrem Sinne zu gestalten. Auch über solche Kanäle kann es sinnvoll sein, sich Angebote und Unterstützung zu suchen.