Gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus Mahnwache am Samstag in Büttgen

Kaarst · Die Kaarster SPD ruft für Samstag, 24. Januar, 10 Uhr, zu einer Mahnwache gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus am „Stolperstein“ gegenüber dem Rathaus Büttgen auf. Anlass ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Dort vernichteten die Nationalsozialisten Abertausende von Menschen – Juden, politische Gegner, Homosexuelle, Behinderte.

Die Verlegung des Stolpersteins durch Gunter Demnig erfolgte am 20. Oktober 2022.

Foto: SPD Kaarst

Der Stolperstein erinnert an den jüdischen Arzt Dr. Selbiger, der von den Nationalsozialisten verfolgt und aus Büttgen vertrieben wurde. „Auch heute werden wieder jüdische Mitbürger bedroht. Die Zahl antisemitischer Straftaten nimmt zu. Und von Rechtsextremisten werden wieder Pläne geschmiedet, um Menschen aufgrund ihrer Rasse, Religion oder Herkunft aus Deutschland zu entfernen. Sie nennen es ,Remigration‘ und predigen Hass“, erklärt Ulrike Bruckner-Kindsmüller, Vorsitzende der SPD Kaarst. Deshalb rufe die SPD, die unter dem Nationalsozialismus verboten und deren Mitglieder auch verfolgt und ermordet worden seien, die Kaarster dazu auf, den Anfängen einer neuen rechtsradikalen Bedrohung und Antisemitismus ein klares Stoppsignal entgegenzusetzen. „Nie wieder ist jetzt!“, erklärt die Vorsitzende.

Es sprechen: Ulrike Bruckner-Kindsmüller (Vorsitzende der SPD Kaarst) und Carl-Wilhelm Bienefeld, Mit-Initiator des Stolpersteins und der Erinnerungstafeln für den Jüddepatt von Glehn nach Büttgen. Wolfgang Weber sorgt für die musikalische Begleitung.

Die Kaarster werden ermuntert, am „Stolperstein“ nach jüdischem Brauch Steine niederzulegen oder Kerzen zu entzünden.