Der Stolperstein erinnert an den jüdischen Arzt Dr. Selbiger, der von den Nationalsozialisten verfolgt und aus Büttgen vertrieben wurde. „Auch heute werden wieder jüdische Mitbürger bedroht. Die Zahl antisemitischer Straftaten nimmt zu. Und von Rechtsextremisten werden wieder Pläne geschmiedet, um Menschen aufgrund ihrer Rasse, Religion oder Herkunft aus Deutschland zu entfernen. Sie nennen es ,Remigration‘ und predigen Hass“, erklärt Ulrike Bruckner-Kindsmüller, Vorsitzende der SPD Kaarst. Deshalb rufe die SPD, die unter dem Nationalsozialismus verboten und deren Mitglieder auch verfolgt und ermordet worden seien, die Kaarster dazu auf, den Anfängen einer neuen rechtsradikalen Bedrohung und Antisemitismus ein klares Stoppsignal entgegenzusetzen. „Nie wieder ist jetzt!“, erklärt die Vorsitzende.
Es sprechen: Ulrike Bruckner-Kindsmüller (Vorsitzende der SPD Kaarst) und Carl-Wilhelm Bienefeld, Mit-Initiator des Stolpersteins und der Erinnerungstafeln für den Jüddepatt von Glehn nach Büttgen. Wolfgang Weber sorgt für die musikalische Begleitung.
Die Kaarster werden ermuntert, am „Stolperstein“ nach jüdischem Brauch Steine niederzulegen oder Kerzen zu entzünden.