Anwohnerin Marion Burghartz hat sich schon mehrfach bei der Stadt beschwert, eine konkrete Begründung, weshalb die Brunnen nicht mehr sprudeln, habe es nicht gegeben. „Andere Brunnen wie im Rosengarten oder an der Wolberostraße werden in Gang gesetzt – darauf warten wir schon seit Jahren“, ärgert sie sich, „dabei würde es gerade bei den derzeitigen klimatischen Verhältnissen für etwas Abkühlung sorgen“.
Anwohner Bernd Kessel erinnert sich noch an die 1970er-Jahre, als die kleinen Brunnen mit Gittern versehen wurde. „Vor einigen Jahren wurde im Park das letzte Mal etwas gemacht ...“, hofft er wie zahlreiche weitere Anwohner, dass die Brunnenanlage bald wieder in Betrieb genommen wird.
Doch die Antwort der Stadtverwaltung auf Anfrage des Stadt-Kuriers nimmt den Bürgern diese Hoffnung: „Die Brunnen am Berliner Platz wurden im Rahmen der im Jahr 2023 geforderten Konsolidierungsmaßnahmen des städtischen Haushaltes stillgelegt. Die Maßnahmen wurden in den Fachausschüssen beraten und abschließend im Herbst 2023 vom Rat beschlossen“, so eine Stadtsprecherin.
„Gerade bei dieser Anlage waren die veraltete Technik der Gesamtanlage und hohe laufende Kosten für die Unterhaltung wesentliche Faktoren dafür, dass die Anlage nach der routinemäßigen Außerbetriebnahme im Herbst 2023 im kommenden Frühjahr 2024 nicht mehr in Betrieb genommen wurde.“ Die Grünanlage am Berliner Platz sei in den vergangenen Jahren an einigen Stellen pflegerisch aufgewertet und funktional optimiert worden, zum Beispiel durch zusätzliche Fahrradstellplätze. Die Brunnenbecken wurden dabei allerdings vergessen. Auf dem Regenwasser wächst „Grünzeug“, andere Becken liegen trocken. Oft sammelt sich hier der Müll – Bürger sorgen zwischendurch selbst für Sauberkeit. Fünf Betonbecken im kleinen Park, die keiner mehr nutzen kann – da wendet selbst „Die Trauernde mit Friedenstaube“ dem eigentlich schönen Park den Rücken zu ... Rolf Retzlaff