Kreisdirektor Dirk Brügge betont: „Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst auch in unserer Region spürbar. Mit dem Klimaanpassungskonzept schaffen wir eine wichtige Grundlage, um unsere Zuständigkeiten zukunftsfest aufzustellen.“
Ein besonderer Fokus liegt auf den Themen Hitze und Starkregen, die bereits heute erhebliche Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Infrastruktur haben. Insbesondere im Bereich der menschlichen Gesundheit gewinnt die Berücksichtigung häufiger auftretenden Hitzeperioden an Bedeutung. Längere und intensivere Hitzewellen stellen vor allem für vulnerable Bevölkerungsgruppen ein ernstzunehmendes Risiko dar. „Gerade bei der Hitzevorsorge sehen wir eine wichtige Aufgabe auf Kreisebene, insbesondere im Bereich Gesundheit. Hier geht es darum, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen“, erklärt Ina Grothe, Klimaschutzmanagerin des Rhein-Kreises Neuss.
Ein weiterer Bestandteil ist die Betrachtung der Themen Raumordnung, biologische Vielfalt und Ökosysteme. Intakte natürliche Strukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung, beispielsweise durch Kühlungseffekte oder Wasserrückhalt, und sollen daher berücksichtigt und gestärkt werden.
Auch das Thema Starkregen wird intensiv behandelt. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf den Aufgaben des Kreises im Bereich Katastrophenschutz sowie auf Unterstützung und Sensibilisierung. Ziele sind, Risiken besser zu verstehen und Ansätze zur Vorsorge und Schadensminimierung zu entwickeln.
„Starkregenereignisse machen deutlich, wie wichtig eine gute Vorbereitung und funktionierende Strukturen im Bevölkerungsschutz sind. Hier kommt dem Kreis eine koordinierende Rolle zu“, so Brügge.
Der Rhein-Kreis Neuss wird kontinuierlich über die Fortschritte bei der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes berichten und regelmäßig über wichtige Entwicklungen informieren. So sollen die gewonnenen Erkenntnisse transparent dargestellt und die Umsetzung geeigneter Maßnahmen strukturiert vorangebracht werden. Auf diese Weise sollen die Bevölkerung, die Infrastruktur und die Natur im Kreis bestmöglich auf die Folgen von Hitze, Starkregen und weiteren Klimarisiken vorbereitet werden.
Die Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für den Rhein-Kreis Neuss wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Weitere Informationen gibt es unter dem Link www.rhein-kreis-neuss.de/klimawandelvorsorge.