Die Mobilstation Hamtorwall an der Haltestelle Niedertor besteht schon seit geraumer Zeit; sie soll erweitert werden. Neu hinzugekommen sind die Standorte an der Venloer Straße, Neusserfurth Schleife auf der Kaarster Straße, in Norf auf der Mainstraße, in Allerheiligen am S-Bahn-Haltepunkt sowie am Berliner Platz in der Nordstadt. Hier stellte Thomas Walkiewicz exemplarisch die Kernelemente der Anlagen vor: jeweils zwei E-Autos, zwei Elektroroller (Scooter, mit Helm in zwei Größen) und zwei E-Fahrräder, die schnell und unkompliziert über eine App ausgeliehen werden können. Allerdings müssen alle Fahrzeuge zurück zu der Station gebracht werden, an der sie ausgeliehen wurden.
Beliebt sind auch die Radboxen: Wer seinen Drahtesel nicht in den Keller schleppen will, kann hier einen sicheren Dauerstellplatz buchen (von 5 Euro pro Tag bis 90 Euro pro Jahr). Weiter zur Verfügung stehen überdachte Rad-Abstellplätze mit Radbügeln, Dreiradstellplätze und Radreparaturstationen. In Allerheiligen, Norf und Neusserfurth Schleife auf der Kaarster Straße wurden auch für private Elektroautos Ladesäulen installiert.
Die Stadtwerke haben mit der Erstellung der Mobilstationen einen entsprechenden Ratsbeschluss umgesetzt. Die Planungen für weitere Stationen laufen bereits auf Hochtouren: im Dreikönigenviertel am S-Bahnhof, im Stadionviertel an der Piuskirche, in Weckhoven am Einkaufszentrum, am Neusser Hauptbahnhof und an der Stadthalle, wo die Arbeiten bereits begonnen haben. Voraussichtliche Einweihung: noch vor Eröffnung der Landesgartenschau am 16. April. Im kommenden Jahr sollen auch in Holzheim, Reuschenberg, Gnadental, Grimlinghausen und im Barbaraviertel weitere Mobilstationen entstehen. „Und wir werden aus den Anfangsschwierigkeiten lernen“, verspricht Walkiewicz mit Blick auf die bisherigen Verzögerungen aufgrund technischer Probleme. Er macht deutlich, dass mit der Errichtung der Mobilstationen „die Stadtwerke nicht zum ersten Mal unterstreichen, dass wir uns längst vom reinen Busunternehmen zum umfassenden Mobilitätsdienstleister in Neuss entwickelt haben“. Bürgermeister Reiner Breuer weiß: „Die Schaffung von neuen Mobilitätsformen und die Verbindung der einzelnen Elemente sind neben der fortschreitenden Elektrifizierung wichtige Bausteine für die Umsetzung der Mobilitätswende.“ Die Mobilstationen seien Teil des Neusser Klimaschutzkonzeptes, erklärt Christoph Hölters, städtischer Beigeordneter für Planung, Bau und Verkehr. Julia Langer, Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Neuss, führt aus: „Mit dem Bau der neuen Mobilstationen setzen die Stadtwerke Neuss ein wichtiges Zeichen für die nachhaltige, moderne und vernetzte Mobilität und leisten einen Beitrag zu mehr Lebensqualität in unserer Stadt. Gemeinsam gestalten wir die Mobilität der Zukunft – nachhaltig, digital und bürgernah.“ Rolf Retzlaff
Alle E-Fahrzeuge der Mobilstationen können über die App „neuss e-mobil“ nach einmaliger Registrierung rund um die Uhr gebucht werden. Die Fahrradboxen sind über das VRR-Projekt „Dein Radschloss“ (dein-radschloss.de) zu mieten.