Nach aktuellen Ermittlungen lag der Jugendliche auf dem Dach einer fahrenden S11 zwischen Neuss-Süd und Neuss-Allerheiligen, als er von einem Lichtbogen der 15.000 Volt führenden Oberleitung erfasst wurde. Am Bahnhof Neuss Allerheiligen stürzte der schwerstverletzte Teenager vom Zug und wurde von Reisenden aufgefangen. Nach der Erstversorgung durch Passanten und die eingetroffenen Rettungskräfte wurde der 16-Jährige mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Duisburg geflogen. Inzwischen ist der Jugendliche außer Lebensgefahr. Die Bundespolizei ermittelt nun zum genauen Aufstiegsort des Jugendlichen.
Die Bundespolizei warnt aus gegebenem Anlass eindringlich vor den unschätzbaren Gefahren auf Bahnanlagen. S-Bahn-Surfen oder das Klettern auf Züge ist kein Mutspiel oder amüsanter Zeitvertreib, sondern lebensgefährlicher Leichtsinn!
- Unsichtbare Gefahr durch Bahnstrom: In den Oberleitungen fließt ein Strom von 15.000 Volt (das ist etwa 65-mal mehr als in der heimischen Steckdose)
- Kein Berühren notwendig: Strom kann die Luft überbrücken! Bereits die bloße Annäherung an eine Oberleitung (unter 1.50 Meter) kann zu einem tödlichen Stromschlag durch einen Lichtbogen führen.
- Bahnanlagen sind kein Spielplatz: Das Betreten von Gleisen, Abstellanlagen und das Klettern auf Züge ist strengstens verboten. Züge haben einen extrem langen Bremsweg, können nicht ausweichen und sind oft erst spät zu hören.
Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern über diese Gefahren, sensibilisieren Sie Jugendliche dafür, dass ein vermeintlicher „Adrenalinkick“ oder das Suchen nach Anerkennung in sozialen Netzwerken das eigene Leben oder die Gesundheit für immer zerstören können.