Die war vor eineinhalb Jahren im „Etienne“ geboren worden – ebenfalls zwölf Tage nach dem errechneten Geburtstermin und gerade einmal elf Minuten früher, um 10.39 Uhr. Für ihre Eltern Svenja und Sven Weiers stand fest, dass sie auch ihr zweites Kind in der Klinik auf der Neusser Furth bekommen möchten. Ein besonderer Wunsch von Svenja ging dieses Mal in Erfüllung: Sie konnte Merle bei einer Wassergeburt selbst in Empfang nehmen.
Gespannt waren die Eltern auch darauf, wie Feline auf ihre kleine Schwester reagieren würde. „Feline war die letzte Zeit vor der Geburt sehr verrückt nach anderen Babys und Svenjas Babybauch“, erzählt ihr Vater.
Hohes Tempo scheint in der Familie zu liegen: Florian Güsgen ist als Einsatzleiter bei der Düsseldorfer Berufsfeuerwehr tätig; bei der Geburt von Sohn Anton am 17. August verging kaum eine halbe Stunde vom Eintreffen der werdenden Eltern an der Neusser Preußenstraße, bis unser „Baby der Woche“ (53 Zentimeter / 3.540 Gramm) schließlich um 8.22 Uhr im Lukaskrankenhaus das Licht der Welt erblickte. „Freundinnen, die ihre Kinder im Lukaskrankenhaus bekommen haben, haben mir viel Gutes über die Geburtsklinik erzählt“, berichtet Miriam Güsgen.
Töchterchen Rosalie (3), die wie schon ihr Vater 33 Jahre zuvor im Dormagener Krankenhaus (ebenfalls Rheinland Klinikum) geboren wurde, ist vom kleinen Bruder begeistert. „Sie hat in den vergangenen Monaten schon viel mit ihren Puppen geübt und ist nun prima vorbereitet, um mich zu unterstützen“, erzählt Miriam Güsgen schmunzelnd. Die 35-Jährige stammt aus der Nähe von Euskirchen. Nach dem Studium des Fachs Medienmanagement in Siegen und San Diego im US-Staat Kalifornien lernte sie schließlich in Köln ihren heutigen Mann kennen. Er hat an der TH in der Domstadt ein Ingenieur-Studium absolviert und unterrichtet heute – neben seinen Einsatz-Diensten – als Fachlehrer an der Feuerwehrschule. Ehefrau Miriam arbeitet als Projektmanagerin Social Media für einen Finanzdienstleister.