Kirchenstandorte BVA will im September entscheiden

Kaarst · Die Evangelische Kirchengemeinde in Kaarst muss sparen, zwei von drei Kirchenstandorten sollen deshalb geschlossen werden. Am vergangenen Montag kam der Bevollmächtigten-Ausschuss (BVA) unter Vorsitz von Pfarrerin Annette Marianne Begemann zusammen, doch eine Entscheidung darüber, welcher Standort betroffen ist, lässt weiterhin auf sich warten.

Pfarrerin Annette Marianne Begemann ist Vorsitzende des Bevollmächtigten-Ausschusses, der über die Zukunft der Kirchenstandorte in Kaarst entscheidet.

Foto: D. Herrmann

Auf Nachfrage des Extra-Tipps erläutert Pfarrerin Begemann: „Wir haben die Entscheidung nach eingehender Beratung auf September vertagt. Nicht, weil wir uns nicht einigen konnten, sondern vor allem, um eine saubere Kommunikation in die Wege leiten zu können.

Das ist mit Beginn der Sommerferien ja schwierig bis unmöglich. Wir haben uns dazu auch von der Öffentlichkeitsreferentin des Kirchenkreises, Angela Rietdorf, beraten lassen.“ Die nächste Sitzung des BVA findet am 7. September statt.

Vor der jüngsten Zusammenkunft des BVA haben ehrenamtliche Mitarbeiter der evangelischen Kirche eine Unterschriftenliste für den Erhalt der Büttgener Johanneskirche mit Jugendheim an die Ausschussmitglieder überreicht.

Pfarrerin Begemann führt in diesen Tagen viele Gespräche mit Menschen, die sich Sorgen um ihren Kirchenstandort machen. Darin betont sie auch immer wieder, dass sich die Kirche nicht aus einzelnen Ortsteilen zurückziehen möchte. „Wir werden weiterhin präsent sein, auf die Menschen zugehen“, so Begemann. „Uns geht es darum, eine lebendige, blühende Gemeinde zu erhalten und das auch über das Jahr 2035 hinaus.“

Zum Hintergrund: Die Evangelische Kirche im Rheinland will ab 2035 nur noch Gebäude betreiben, die netto treibhausgasneutral sind und mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Sprich: Sämtliche von der Kirche betriebenen Gebäude stehen aktuell auf dem Prüfstand hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit. Grundlage ist die Durchführung einer Gebäudebedarfsplanung auf allen Ebenen. Das hat die Landessynode im Jahr 2023 beschlossen. - dir