Kaarster Bürger treffen sich zum „Singen für den Frieden bei uns und in der Welt“ Weihnachtsstimmung am Sonntag vor dem Rathaus+++Kantoren laden ein

Kaarster Bürger treffen sich zum „Singen für den Frieden bei uns und in der Welt“ Weihnachtsstimmung am Sonntag vor dem Rathaus+++Kantoren laden ein

„Wo man singt, da lass Dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“, heißt es im Volksmund in Anlehnung an ein Gedicht von Johann Gottfried Seume. Ein Ausspruch, der treffend eine ganz besondere Veranstaltung in Kaarst beschreibt: „Kaarster singen für den Frieden“ – am kommenden Sonntag ab 18 Uhr auf dem Neumarkt vor dem Rathaus.

Nach dem brutalen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor zwei Jahren herrschte tiefe Betroffenheit in der Bundesrepublik. Damals hatten die Kaarster Kantoren Wolfgang Weber (Evangelische Kirchengemeinde in Kaarst) und Dieter Böttcher (Katholische Pfarreiengemeinschaft Kaarst/Büttgen) spontan die Idee, der Betroffenheit und dem Wunsch nach Frieden eine Stimme zu geben. „Eine Stimme? Nein, viele Stimmen, Ihre Stimmen!“, so Weber. Die Idee zum „Singen für den Frieden bei uns und in der Welt“ war geboren. Bei der Premiere tummelten sich noch rund 50 Sangesfreudige vor der kleinen Bühne auf dem Neumarkt, im vergangenen Jahr waren mehr als 400 Bürger gekommen. „Vielleicht singen diesmal noch mehr Menschen mit“, hofft Weber. Es werden wieder Liederhefte verteilt, „schließlich soll es kein Konzert werden – jeder soll mitsingen können“, erklärt Böttcher. Auf dem Programm stehen klassische Advents- und Weihnachtslieder wie „Macht hoch die Tür“, „Wir sagen euch an“, „Stille Nacht, heilige Nacht“, „Es ist ein Ros’ entsprungen“ und „We wish you a merry christmas“, aber auch Friedenslieder wie Rod Stewarts „Sailing“. Eine ganz besondere Atmosphäre soll auch mithilfe vieler kleiner Lichter geschaffen werden: Schon im Vorjahr hatten zahlreiche Bürger Kerzen mitgebracht und im Publikum das Licht weiter gegeben. Eine schöne Aktion, die hoffentlich auch am Sonntag wieder für heimelige Stimmung sorgen wird. „Neben Kerzen können die Bürger natürlich auch gerne Tee oder Glühwein mitbringen“, so Böttcher.

Die Leiterin der Musikschule Vorst, Johanna Heinen-Abilgaard, wird als Gesangssolistin dabei sein, Susanna Weber wird einige kurze Weihnachts- und Friedensgedichte lesen, Karl-Heinz Kunnicki wird auf der Gitarre und Robert Deing auf der Trompete begleiten.

„Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein und mitzusingen, um dem Wunsch nach Frieden vielstimmig Gehör zu verschaffen“, so die Kantoren. „Wir wollen uns treffen, singen, die Gemeinschaft spüren und innehalten im Weihnachtsstress“, macht Böttcher deutlich.

Eine schöne Gelegenheit zum gemeinschaftlichen Weihnachtssingen bietet sich auch am kommenden Freitag auf dem Vorster Tuppenhof. Infos dazu finden Sie auf Seite 4.

Rolf Retzlaff

(Kurier-Verlag)