Alle Erlöse gehen an die Ukraine-Hilfe von „Neuss hilft“ Gleich zwei Konzerte sollen die Not der Menschen in der Ukraine lindern

Neuss · Unter dem Titel „That’s what friends are for“ setzen 14 Musiker in Neuss ein Zeichen für den Frieden: Mit einem Benefizkonzert, dessen Erlös und vor Ort gesammelten Spenden, die komplett an den Verein „Neuss hilft“ gehen, möchten sie Not leidende Menschen in der Ukraine unterstützen. Und weil das Konzert am Samstag, 21. März, so schnell ausverkauft war, gibt es tags darauf gleich noch ein zweites Konzert.

Von links: Max Lennertz („Neuss hilft“) und die beiden Sänger Ricarda Scharbert und Frank Heidemann laden zu gleich zwei Benefizkonzerten zugunsten der Menschen in der Ukraine ein.

Foto: Kurier Verlag GmbH/Hanna Glinski

„Schon bei Kriegsausbruch in der Ukraine haben Mike Stattler, Martin Dittert und ich ein Spontankonzert auf dem Marktplatz gegeben“, erzählt der Neusser Musiker Frank Heidemann, der die Benefizkonzerte organisiert. Spontan hätte sich der Jedermannchor angeschlossen, weshalb plötzlich ungeplant rund 20 Musiker Stimmung in der Innenstadt machten und um Frieden warben. Das kam bei den Neussern so gut an, dass eine richtige Straßenmusik-Reihe daraus entstanden ist. Die Spenden – rund 1.500 Euro – gingen an die Ukraine.

Das ist jetzt rund vier Jahre her. Inzwischen tobt der Krieg in der Ukraine immer noch, ein Ende ist nicht in Sicht. „Wegen der geopolitischen Lage und auch durch den Gewöhnungseffekt ist das Thema leider etwas in den Hintergrund gerückt – obwohl die Menschen vor Ort nach wie vor Not leiden und auf Hilfe angewiesen sind“, weiß Heidemann.

Mit „Neuss hilft“ ist ein Verein aus der Quirinusstadt bis heute unermüdlich, sich für das kriegsgebeutelte Land einzusetzen, dort zu unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird – nicht nur finanziell, sondern auch mit Sachspenden und aktiver Hilfe. Deshalb freut sich Max Lennertz, Vorsitzender des Vereins, ganz besonders darüber, dass Heidemann und 13 weitere Musiker im Neusser Kulturkeller die Menschen in der Ukraine wieder in den Fokus rücken.

„Denn die Lage in der Ukraine ist ernst, insbesondere vor dem Hintergrund abnehmender Spendenbereitschaft, themenbezogener Ermüdung und persönlichen Existenzängsten, die viele Menschen in Deutschland derzeit haben“, erklärt Lennertz. Die Benefizkonzerte unter dem Motto „That’s what friends are for“ würden zeigen, dass die Neusser zusammenrücken und ein großes Herz haben.

Mitorganisatorin und Künstlerin Ricarda Scharbert freut sich: „Solche Aktionen zeigen, dass man den schrecklichen Dingen, die auf der Welt passieren, nicht hilflos gegenübersteht. Man kann etwas tun und auch mit Kleinigkeiten viel bewegen!“ Besonders freue sie sich, dass die ukrainische Musikerin Svitlana Kavka mit dabei sei, was der Botschaft eine persönliche Note verleihe.

Über das Konzert am Samstag, 21. März, um 19 Uhr im Kulturkeller hat der Stadt-Kurier bereits berichtet. „Es war so schnell ausverkauft, dass wir uns dazu entschlossen haben, ein zusätzliches Konzert anzubieten“, freut sich Heidemann über die positive Resonanz. Und so gibt es jetzt noch Karten für das Zusatzkonzert, das von den gleichen Musikern bespielt und ebenfalls im Kulturkeller ausgerichtet wird.

Es findet statt am Sonntag, 22. März, um 14 Uhr (Einlass: 13.30 Uhr). Für beide Konzerte wird ein Kartenpreis von 5 Euro erhoben, vor Ort kann noch gespendet werden. Alle Erlöse kommen zu 100 Prozent der Ukraine-Hilfe von „Neuss hilft“ zugute. Tickets gibt es im Vorverkauf bei der Tourist Info Neuss, Büchel 6.

Die Musiker Tomoyoshi Taniyama, Rafael Bayerl, Dirk Lingemann, Krista Terhune, Ricarda Scharbert, Martin Dittert, Frank Heidemann, Andrea Boedeker, Uli Bräunig, Christina Döhlings, Norbert Schrader, Claudia Hilgers, Mike Stattler und Svitlana Kavka sind mit von der Partie. Sie werden in wechselnden Formationen mehr als 20 Songs zum Besten geben, darunter „Wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg, der Gospel „You Are My Help O Lord“, „Dear Mr. President“ von Pink und „Imagine“ von John Lennon.