Erstes Sandarium in Vorst angelegt Ein neuer Lebensraum für Insekten

Vorst · Die Stadt Kaarst hat im Stadtteil Vorst erstmals ein sogenanntes Sandarium angelegt, um damit einen Beitrag zum Insektenschutz und zur Förderung der Biodiversität zu leisten. Das neue Insektenbiotop befindet sich im hinteren Bereich des St.-Eustachius-Platzes und ist ab sofort für Interessierte zugänglich.

Das neu angelegte Sandarium in Vorst, zu Füßen des „Raben“ von Künstler Anatol, ist ein Paradies für Insekten.

Foto: Kurier-Verlag/Thomas Broich

Auf den ersten Blick erinnert die Anlage an einen kleinen Spielplatz, tatsächlich handelt es sich jedoch um einen speziell gestalteten Lebensraum für Insekten. Das Sandarium wurde im Rahmen des Aktionsbündnisses für Insekten (ABI) umgesetzt, einem Zusammenschluss von Kommunen und Verbänden im Rhein-Kreis Neuss, dem auch die Stadt Kaarst angehört. Eine Infotafel am Sandarium informiert Besucher und Besucherinnen über dessen Funktion.

Ziel ist es, einen Beitrag zum Schutz der Insekten sowie zur Förderung der Biodiversität zu leisten. Denn Wissenschaftler beobachten in den vergangenen Jahrzehnten einen massiven Rückgang der Arten- und Individuenzahl der Insekten. Hauptursachen sind der Landschaftsstrukturwandel, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und überhöhte Nährstoffeinträge. Um diesem Trend entgegenzuwirken, ist die Schaffung von neuem Lebensraum und Reproduktionsstätten für Insekten wichtig.

Insekten verfügen über einen komplexen Lebenszyklus. Während ausgewachsene Tiere häufig beim Sammeln von Nektar und Pollen zu beobachten sind, findet die Entwicklung von Eiern, Larven und Puppen meist verborgen statt – etwa in Pflanzen, Totholz oder im Boden. Besonders sandig-lehmige Böden bieten vielen Arten ideale Bedingungen, da sie dort Gänge und Brutkammern anlegen können. Genau diese Voraussetzungen schafft das neue Sandarium in Vorst.