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Jetzt geht’s los: So soll die Kaarster Innenstadt attraktiver werden

Welche Maßnahmen das Land fördert +++ Was die Bürger erwartet : Jetzt geht’s los: So soll die Kaarster Innenstadt attraktiver werden

Eine frohe Botschaft erreichte jetzt das Rathaus: Die Maßnahmen aus dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) werden vom Land mit 502.000 Euro gefördert. Das bedeutet: Verschiedene Maßnahmen zur Verschönerung der Innenstadt können noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen übernimmt in der Regel die Empfehlungen von Regionalrat und Bezirksregierung — beide haben sich für die "Kaarster Liste" ausgesprochen. Die Genehmigung ist also nur noch eine Formsache.

Welche Maßnahmen können durchgeführt werden, was hat der Bürger konkret davon? Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart führt verschiedene Maßnahmen auf, die möglichst noch in diesem Jahr angestoßen werden sollen.

— Verbesserung des Stadtparksees: "Wir haben zu viele Fische im Teich", macht Burkhart deutlich, dass hier abgefischt werden muss. Zur Unterstützung solle man aber auch darüber nachdenken, ob das Füttern der Fische demnächst mit einem Bußgeld geahndet werden solle. Zudem wurde im Umweltausschuss ein Projekt vorgestellt, bei dem Bakterien die Qualität des Wassers verbessern und so die zunehmende Veralgung und Verschlammung eindämmen sollen. Nicht nur die Rathaus-Mitarbeiter, die ihre Bürofenster zum See hin haben, werden dann im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen können: Das stehende Gewässer stinkt an manchen Tagen mächtig zum Himmel.

Jetzt geht’s los: So soll die Kaarster Innenstadt attraktiver werden
Foto: Rolf Retzlaff

— Für das Areal Am Dreieck / Neumarkt / Martinsklause soll ein Ideenwettbewerb initiiert werden. Wie dieses Filetstück im Herzen von Kaarst gestaltet werden soll, entscheidet letztendlich die Politik.

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Foto: Rolf Retzlaff

— Einrichtung eines Verfügungsfonds für die ISG: Für die Immobilien- und Standortgemeinschaft Kaarst-Mitte (ISG) soll ein Verfügungsfonds aufgebaut werden: Über einen Zeitraum von fünf Jahren fließen alljährlich 5.000 Euro Fördermittel in den Topf, weitere 5.000 Euro wird jedes Jahr die ISG beisteuern. Somit stehen der Gemeinschaft pro Jahr 10.000 Euro für verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel eine schöne Weihnachtsbeleuchtung, ein Hol- und Bring-Service und Beschilderung zur Verfügung. "Wir freuen uns über die Fördermittel; damit ist die ISG wieder handlungsfähiger", macht deren Vorsitzender Michael Schreinermacher deutlich. Das passt gut in die aktuelle Entwicklung: Die ISG hat einige neue Mitglieder gewonnen.

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Foto: Rolf Retzlaff

— Anstellung eines Citymanagers: Der Citymanager hätte die Aufgabe, sowohl die Geschäftsleute in der City als auch die Immobilien-Eigentümer zu betreuen. "Wir wollen nicht nur öffentliche Flächen hübsch machen", hofft Burkhart, dass dank eines Jojo-Effekts auch die Privatbesitzer von Gebäuden zur Verschönerung der Innenstadt beitragen. Schließlich ist es auch in ihrem Sinne, das Umfeld, in dem sich ihre Gebäude befinden, attraktiver zu gestalten. Auch könnte der Citymanager die Projekte der ISG begleiten. Ob die Stadt für diese Position ein externes Büro beauftragt oder eine Person, die entweder in der ehemaligen Martinsklause oder im Rathaus sein Büro haben soll, angestellt wird, muss noch entschieden werden.

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Insgesamt werden im IEHK 27 Maßnahmen vorgestellt, die mithilfe der Fördermittel bis 2023 umgesetzt werden sollen: von der Aufwertung des Vorplatzes St. Martinus und der Grünen Achse vom Stadtpark bis zum Alten Dorf bis zur teilweisen Umgestaltung der Maubisstraße, einer freundlicheren Gestaltung des Maubis-Centers und das Öffnen sowie Überplanen der sogenannten Kaninchenwiese zwischen Stadtpark und Sportanlage — viele kleinere Maßnahmen, die das Leben in Kaarst noch angenehmer gestalten sollen.