1. Neuss

Diese Namen stehen auf der „Wall of Fame“ des Sports

Besondere Ehre für Sportler : Diese Namen stehen auf der „Wall of Fame“ des Sports

Was haben Schauspieler Mathieu Carrière, Model Sarah Knappik und die 68er-Ikone Rainer Langhans mit dem ehemaligen Weltklasse-Schwimmer Thomas Rupprath gemeinsam? TV-Enthusiasten werden‘s wissen: Der Neusser tauschte 2011 das kühle Nass als Kandidat mit dem schwül-heißen „RTL-Dschungel“. Doch seine „Fernsehkarriere“ spielte keine Rolle, als er jetzt zu den ersten Sportlern gekürt wurde, die künftig auf der „Wall of Fame“ des Neusser Sports geehrt werden, vielmehr waren seine Europameister- und Weltmeister-Titel ausschlaggebend.

Die „Wall of Fame“ wird voraussichtlich auf dem Hamtorplatz aufgestellt, „hoffentlich noch in diesem Jahr“, sagt Gösta Müller, Geschäftsführer des Stadtsportverbands Neuss, der gemeinsam mit Bürgermeister Reiner Breuer, dem Sportausschussvorsitzenden Jörg Geerlings, dem SSV-Vorsitzenden Meinolf Sprink, NGZ-Sportredakteur Davis Beineke, Agnes Werhahn (Vorsitzende Stiftung Sport) und Gisela Hug (unter anderem Geschäftsführerin Neusser Schwimmverein, Mitarbeiterin im Sportberatungsbüro des Rhein-Kreises). Sie haben 16 Sportler und Funktionäre ausgewählt, die einen Platz auf der „Wall of Fame“ finden werden.

Nach seiner Jahreshauptversammlung hatte der Stadtsportverband Neuss zu einer Feierstunde eingeladen, auf der die ersten 16 Sportler vorgestellt wurden, die auf der „Wall of Fame“ des Neusser Sports aufgenommen werden:

Hermann-Josef Kahlenberg ist das Gesicht des Neusser Ringersports: Lange Jahre war er Vorsitzender, Funktionär, Manager. Motor und Seele des KSK Konkordia, jetzt wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hubert Schäfer (1971 verstorben) war von 1952 bis 1975 Vorsitzender des Stadtsportverbands Neuss. Seinem Schaffen ist es zu verdanken, dass in Neuss zahlreiche Bezirkssportanlagen entstanden sind. Bei der SVG Weißenberg engagierte er sich im Vorstand; die Anlage im Neusser Norden wurde nach ihm benannt.

Lutz Steinhöfel spielte im Trikot des TC Blau Weiß Neuss in der Tennis-Bundesliga und wurde mit seinem Heimatverein in den 1980er Jahren dreimal Deutscher Meister; jetzt ist er 2. Vorsitzender des Clubs an der Jahnstraße. Nadia Ehning (RSV Grimlinghausen), geborene Zülow, ist eine der „Lichtgestalten“ in der Voltigier-Sezene. Je dreimal holte sie den EM- und WM-Titel im Einzelvoltigieren, sechsmal wurde sie Deutsche Meisterin. Elmar Frings (2002 verstorben) baute beim Neusser Schwimmverein die Abteilung für Modernen Fünfkampf auf. Die Dreifachturnhalle im Schulzentrum an der Weberstraße wurde nach dem zweimaligen Olympiateilnehmer benannt.

Helmut de Raaf hat seine Wurzeln beim Neusser Eishockeyverein (NSV). Mit dem Kölner EC war er viermal, mit der Düsseldorfer EG fünfmal und mit Adler Mannheim zweimal Deutscher Meister. 1988, 1992 und 1994 nahm er an den Olympischen Spielen teil. Angela Krings (TG Neuss) wird für ihre sportlichen Leistungen und Erfolge als Trainerin und Spielerin im Bereich Damen-Basketball der Turngemeinde Neuss – unter anderem auch als Abteilungsleiterin mit zwei Bundesliga-Teams – auf der „Wall of Fame“ aufgenommen. Manfred Kluth (2010 verstorben) und Viktor Hendrix (2020 verstorben) trainierten beim Neusser Ruderverein; 1960 waren sie die ersten Neusser bei Olympischen Spielen, waren Deutscher Meister im „Vierer“ sowie EM-Zweite.

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Willi Franssen vom Neusser Radsportverein – er führte auch das Fahrradgeschäft in der Nordstadt – war zweimal Deutscher Meister im Zweier-Mannschaftsfahren (Amateure) sowie Deutscher Meister im Tandemrennen. Eine Knieverletzung zwang ihn 1961 zur Beendigung seiner Sportlerkarriere. Friedhelm Funkel ist eins der ganz großen sportlichen „Aushängeschilder“ des Neusser Sports. Beim VfR Neuss lernte er das Kicken, spielte dann bei Bayer Uerdingen und FC Kaiserslautern in der Bundesliga. Auch seine ersten Schritte als Trainer machte er beim Neusser Traditionsverein: In der Saison 1989/90 leitete er die Grün-Weißen in der Landesliga. Weitere Stationen waren unter anderem FC Bayer 05 Uerdingen, MSV Duisburg, Hansa Rostock, FC Köln, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, VfL Bochum, Alemannia Aachen, TSV 1860 München, Fortuna Düsseldorf und FC Köln.

Annemarie Zimmermann und Roswita Esser (beide SG Holzheim) erkämpften im Zweier-Kajak zwei Mal olympisches Gold – 1964 in Tokio und 1968 in Mexiko. Birgit Roelen-Blasberg (vorher Hagen) vom HTC Schwarz-Weiss Neuss holte in den Reihen der Hockey-Nationalmannschaft Silber bei den Olympischen Spielen in Los Angeles. Thomas Rupprath ist auch heute noch Mitglied im Neusser Schwimm-Verein (NSV). Der ehemalige Ausnahmeschwimmer holte in verschiedenen Schwimm-Disziplinen Gold und Silber bei Europa- und Weltmeisterschaften, 2005 wurde er zum „Schwimmer des Jahres“ in Deutschland gewählt. Udo Wolf (TG Neuss) holte bei den Paralympischen Spielen 1992 in Barcelona Gold im Bogenschießen.

Ein weiterer Höhepunkt der Jahreshauptversammlung neben der Bekanntgabe der ersten „Wall of Fame“-Namen war die Verleihung der Zinnkanne, der höchsten Auszeichnung, die der Stadtsportverband Neuss vergibt. Der Preisträger 2021 Rolf Knipprath musste diesen „Wanderpreis“ abgeben und freute sich über die Mini-Zinnkanne. Neuer Preisträger ist Dr. Hans-Josef Holtappels. 26 Jahre lang leitete er als Vorsitzender die Geschicke der SVG Neuss Weissenberg. Neben der Vereinsführung war ihm die Jugendarbeit ein ganz besonderes Anliegen. Auch führte er den Verein in die „Selbstständigkeit“: Er war eine der treibenden Kräfte bei der Übernahme des Hubert-Schäfer-Sportparks in die Alleinverantwortung der SVG.

Der Inklusionspreis der Volker-Staufert-Stiftung 2021 ging an Klaus Walter Neusser Kanu Club, der Jugend-Ehrenamtspreis an Jonas Jordans vom Neusser Ruder-Verein. Über den Jugendförderpreis freut sich die Kanuabteilung der SG Holzheim. Die Goldene Ehrennadel wurde Hannelore Urbach (SSV Reuschenberg) überreicht.