Zigtausende Fronleichnam auf der Straße : Hier sehen wir Gott...

Eine Hostie, umziert mit wertvollem Metall. Für Katholiken ist es mehr als das: Hier sehen wir Gott, der feierlich in einer Monstranz durch die Neusser Straßen getragen wird. Zigtausende folgten ihm am Donnerstag, beteten ihn an, fallen zwischen parkenden Autos auf die Knie.

Seit Jahren ist an Fronleichnam immer die mit Abstand größte Demo in Neuss. Und: Am heutigen Sonntag gibt es Freibier vor dem Quirinusmünster.

Freibier, Würstchen und Gott. Der rheinische Katholizismus lebt auch heute wieder auf. Die Katholiken feiern in einem Hochamt ab 11.30 Uhr in der Basilika ihren geschätzten Oberpfarrer.

Pastor Guido Assmann ist seit 25 Jahren Priester und prägt die Stadt wie kein anderer. Er hütet den wertvollsten Schatz der Stadt. Ohne den Neusser Schutzheiligen St. Quirin, der in seinem goldenen Schrein Magnet für alle Europäer war und wieder ist, wäre unser stolzes Neuss nur ein kleines, unbedeutendes Nest am Rhein. Erst durch die Katholische Kirche ist Neuss si stark wie heute - und Oberpfarrer Guido Assmann war es, der Quirinusoktav und Wallfahrt wieder belebt hat. Seit Jahrhunderten sind es die Pilger, die Neuss reich machen. Am Sonntag feiern wird mit Hirten Guido den ersten Pilger der Stadt. Nach dem Gottesdienst um 11.30 Uhr steigt ein großes Fest auf dem Münsterplatz. Alle sind willkommen!

(Kurier-Verlag)