1. Neuss

Neusser Bürgermeisterkandidaten im Gespräch: Jan-Philipp Büchler (CDU)

Bürgermeisterkandidaten im Gespräch: Jan-Philipp Büchler (CDU) : „Wir brauchen Mut zu Entscheidungen“

„Wir sind ein junges, hungriges Team. Das haben wir in den vergangenen Wochen mit den verschiedenen Aktionen gezeigt: Wir räumen auf, packen an – und jetzt will ich endlich richtig loslegen!“ Jan-Philipp Büchler (CDU) gibt sich kämpferisch, will den Posten des Bürgermeisters für die Christdemokraten zurück erobern.

Der Prof. Dr. will zeigen, dass er alles andere als „verkopft“ ist. Als Mann der Tat entfernte er Graffiti, sorgte für Grünschnitt und frischen Anstrich bei Spielgeräten. Dabei legt er Wert darauf, kein Einzelkämpfer zu sein: „Hier tritt nicht Büchler gegen Breuer an, sondern das CDU-Team gegen Breuer.“ Die CDU sei bereit, neue Wege zu gehen. Mittels der Dialogformate habe seine Partei mithilfe der Bürger ihr Wahlprogramm geformt. Hinzu komme starke Unterstützung aus Bund (Hermann Gröhe MdB) und Land (Jörg Geerlings MdL). So könne er für kurze Wege zu beiden Behörden sorgen.

„Wir haben Antworten auf wichtige Fragen der Zukunft“, verweist er exemplarisch auf Pläne für in Neuss startende Flugtaxen, für Ansiedlungen von Unternehmen und Forschungsinstituten der Lebensmitteltechnologie sowie für die Wasserstoff-Industrie. „Das sind reale Schritte in den nächsten Jahren und keine abgefahrenen Ideen. Wir haben die Verbindungen und das Knowhow, solche Projekte in Neuss umzusetzen“, erklärt Büchler. Er sehe Innovation nicht als Selbstzweck, sondern als Garant für Wohlstand und Klimaschutz. Bei Ausbildung und Arbeit müssten die Weichen in Richtung Wachstum gestellt werden.

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„Wir müssen die Wirtschaft als Partner der Stadt begreifen“, erklärt Büchler. Da bedürfe es noch einer weiteren Entwicklung. „In der Stadt Neuss liegt die Arbeitslosenquote bei 8,4 Prozent – das ist eindeutig zu hoch!“, will Büchler die Wirtschaftsförderung antreiben – vielleicht sogar nicht als Amt, sondern als Gesellschaft, verschmolzen mit Neuss Marketing. „Wir brauchen in Neuss einen neuen Gründergeist und eine Aufbruchstimmung, mehr Mut zu Entscheidungen!“ Dies fehle seinem SPD-Kontrahenten Reiner Breuer: „Man muss sich die Frage stellen, was er wirklich an vorteilhaften Veränderungen für Neuss bewirkt hat, vor allem wenn man bedenkt, dass er eine Steuernachzahlung von Johnson & Johnson in Höhe von 180 Millionen Euro zur Verfügung hatte.“ Breuer sei lediglich ein Verwalter – und selbst dies habe er nicht in den Griff bekommen: „Seit fünf Jahren gibt es keine städtische Energiebilanz des Gebäudemanagements.“

Ein weiteres wichtiges Thema sei der Kampf gegen Drogenkriminalität: „Der ungenierte Drogenhandel darf in Neuss keinen Platz haben“, will er Ordnungsamt und Polizei gemeinsam arbeiten sehen. Präventiv könne man neue Wege gehen, wie zum Beispiel ein Theaterstück auf dem Marienkirchplatz, das sich mit der Drogenproblematik beschäftige und vielleicht sogar Drogenkonsumenten von der Straße auf die Bühne hole. Und was hat Büchler vor, sollte es am 13. oder 27. (Stichwahl) September für ihn nicht reichen? „Dann will ich im Stadtrat mitgestalten!“