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SPD Neuss arbeitet an „City-Offensive“ für die Innenstadt

SPD arbeitet an „City-Offensive“ für die Innenstadt : „Wohlfühlatmosphäre“ statt mehr „Billigläden“ in der City

Die Neusser Innenstadt soll durch moderne Sitzgelegenheiten, mehr Bäume und Blumen, Vermeidung weiterer „Billigläden“ und die Schaffung weiterer autofreier Zonen aufgewertet werden. Das sind einige Eckpunkte, für die sich die SPD Neuss im Rahmen ihrer „City-Offensive“ nach der Kommunalwahl einsetzen möchte.

„Wir wollen gemeinsam mit allen Beteiligten an einer echten Wohlfühlatmosphäre in der Innenstadt arbeiten“, erklärt der Neusser SPD-Vorsitzende Sascha Karbowiak.

Sofortmaßnahmen für die Zeit nach der Kommunalwahl Als erste Sofortmaßnahmen schlägt die SPD vor, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch mehr Bäume und Blumen und moderne Sitzgelegenheiten zu verbessern. „Es gibt aus unserer Sicht viele Bereiche, die hierdurch aufgewertet werden könnten“, erklärt die Stadtverordnete Constanze Stroeks, die für die SPD Neuss den Wahlkreis Stadtmitte betreut. So könnten beispielsweise Verbesserungen für die in die Jahre gekommenen Sitzmöglichkeiten zwischen Kaufhof und Deichmann und dem Bereich zwischen Kaufhof und Meererhof geschaffen werden.

Sitzgelegenheiten und weitere Pflanzenbeete sollen den Meererhof aufwerten Foto: Fabio Bucolo

Weitgehend autofreie Innenstadt Um die Aufenthalts- und Wohnqualität in der Innenstadt weiter erhöhen zu können, will die SPD außerdem den Gedanken neuer urbaner Räume mit hoher Aufenthaltsqualität und einer weitgehend „autofreien Innenstadt“ weiterverfolgen. Der Bereich zwischen Sebastianusstraße und Glockhammer soll als Fußgänger- und Radfahrer-Zone ausgewiesen – und für den Autoverkehr so weit wie möglich gesperrt werden, um unter anderem mehr Außengastronomie ermöglichen zu können. „So wäre es möglich, den neu hinzugewonnenen Raum für die Fußgänger zu nutzen und dem ‚Schwatte Päd‘ eine richtige Außengastronomie zu ermöglichen“, erklärt der Stadtverordnete Michael Ziege, der für die SPD Neuss den Wahlkreis Innenstadt/Hammfeld betreut.

Visualisierung zeigt SPD-Ideen Der Architektur-Student Fabio Bucolo hat die Ideen der SPD bereits auf Grundlage von Fotos der Innenstadt visualisiert. Seine Zeichnungen machen unter anderem die Visionen der Neugestaltung des Bereichs rund um den Kaufhof und den Meererhof besser vorstellbar. Die Visualisierung will die SPD zur Grundlage der anstehenden Beratungen im Stadtrat machen.

Hauptaugenmerk auf dem Konvent liegt auf einer attraktiven Gestaltung mit modernen Sitzgelegenheiten und Blumen. Auch ist eine Aufwertung der Kaufhof-Fassade nach Ansicht der SPD wünschenswert. Foto: Fabio Bucolo

Ansiedlung weiterer „Billigläden“ verhindern Im Rahmen ihrer „City-Offensive“ möchte die SPD aber auch alle rechtlich zulässigen Instrumente nutzen, um die Ansiedlung von weiteren „Billigläden“ in der Neusser Innenstadt zu verhindern. „Die Stadt Neuss soll in die Lage versetzt werden, über Vorkaufsrechte Immobilien zu kaufen oder anzumieten, um damit die zukünftige Nutzung beeinflussen zu können“, erklärt Karbowiak. Um kleineren Läden oder Jung-Unternehmern eine Starthilfe zu ermöglichen, könne die Stadt in diesen Immobilien für einen festgelegten Zeitraum auch eine vergünstigte Miete ansetzen.

Kampagne für mehr Sauberkeit Als letzten Baustein ihrer „City-Offensive“ möchte die SPD auch die Sauberkeit in der Innenstadt weiter verbessern. Unter Bürgermeister Reiner Breuer wurde der Hauptstraßenzug im vergangenen Jahr erstmals vollständig mit Hochdruckreinigern gesäubert. „Die ,Generalprobe’ war ein voller Erfolg und soll deshalb jährlich stattfinden und auf die Nebenstraßen der Innenstadt ausgeweitet werden“, erklärt Michael Ziege, der auch umweltpolitischer Sprecher der SPD Neuss ist. Darüber hinaus soll nach dem Vorbild anderer Städte eine Kampagne zur Verbesserung der Sauberkeit erarbeitet werden. „Gemeinsam mit den Innenstadt-Akteuren, ZIN, Neuss Marketing und den Neusser Schulen möchten wir an Maßnahmen arbeiten, durch die Stadtsauberkeit zum Stadtgespräch wird und stärker ins Bewusstsein der Menschen gebracht wird“, so Ziege.