Nach mehr als vier Jahren intensiver Planung mit dem Pfarreirat, Gemeindeteam St. Quirin und Mitgliedern des alten und neuen Kirchenvorstandes, dem Architekten Max Ernst und Mitarbeitern des Generalvikariates hat der Vermögensrat nun die Baugenehmigung erteilt.
Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf einen kleinen einstelligen Millionenbetrag. Rund 30 Prozent der Kosten trägt die Kirchengemeinde St. Quirin aus Eigenmitteln. Weitere Fördermittel kommen vom Erzbistum Köln, unter anderem aus dem Förderbereich „Wärmewende – CO₂-Reduktion“, sowie von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA).
Bereits in dieser Woche starten die ersten Arbeiten: Das Gerüst wird aufgebaut. Das Pastoralbüro und die Kita sind weiter vom Münsterplatz über einen Bautunnel gut zugänglich.
Im Mittelpunkt der Sanierung stehen die energetische und elektrische Erneuerung des Gebäudes sowie die räumliche Neugestaltung des Cafébereichs. Künftig wird vollständig auf fossile Brennstoffe für die Wärmeversorgung verzichtet. Eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für ein angenehmes Raumklima, während Photovoltaikanlagen einen Teil der benötigten Energie liefern. Damit leistet das Kardinal-Frings-Haus künftig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zu den Nachhaltigkeitszielen des Erzbistums Köln.
Auch gestalterisch soll das Gebäude ein neues Gesicht erhalten. Ziel ist es, laut dem Pfarreirat, Kirchenvorstand von St. Quirin und Pfarrer Andreas Süß einen einladenden und zeitgemäßen Treffpunkt mitten in der Neusser Innenstadt zu schaffen – einen Ort, an dem kirchliches Leben sichtbar wird und Menschen aller Generationen Raum für Begegnung, Beratung, Veranstaltungen und Glaubensgespräche finden.
Während der voraussichtlich einjährigen Bauzeit bleiben das Pfarrbüro sowie die Kindertagesstätte St. Quirin über einen eigens eingerichteten „Bautunnel“ vom Münsterplatz aus zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar. Auch die Anmeldung zu Taufen, Erstkommunion, Firmung, Trauungen und weiteren Dienstleistungen ist weiterhin uneingeschränkt möglich.
Die Katholische Öffentliche Bücherei St. Quirin zieht für die Dauer der Bauarbeiten in Ausweichquartiere um. Sie öffnet sonntags von 11 bis 13 Uhr im Kloster Marienberg (Eingang Alte Klosterpforte am Glockhammer) sowie dienstags und freitags von 15 bis 17 Uhr und donnerstags von 11 bis 13 Uhr in der Kindertagesstätte St. Quirin.
Mit der Sanierung investiert die Kirchengemeinde St. Quirin bewusst in die Zukunft ihres zentralen Standortes am Münsterplatz. Das Kardinal-Frings-Haus soll künftig noch stärker als offenes Haus der Kirche wirken – als moderner Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der Citypastoral im Herzen der Neusser Innenstadt.