Der Neusser Heimatpreis wurde an engagierte Bürger vergeben

Ehrenamtliches Engagement wird ausgezeichnet : Diese Bürger haben den Neusser Heimatpreis erhalten

Passend zum Tag des Ehrenamtes hat Bürgermeister Reiner Breuer einigen Bürgern den Neusser Heimatpreis überreicht. Mit dieser Auszeichnung wird lokales Engagement gefördert, das zur Schaffung, Stärkung oder zum Erhalt des Heimatgedankens auf lokaler oder gesamtstädtischer Ebene unter dem Motto „Heimat.

Zukunft. Nordrhein-Westfalen“ beiträgt. Der Geschäftsstelle Ehrenamt und Heimat lagen mit Ende der Bewerbungsfrist (16. August 2021) 15 Vorschläge beziehungsweise Bewerbungen vor. Eine durch den Rat der Stadt Neuss benannte Jury ermittelte die Gewinner des Heimatpreises.

Der mit 3.750 Euro dotierte 1. Platz ging an Dr. Albert Wunsch, der nicht nur Relikte der ehemaligen Schraubenfabrik Bauer & Schaurte zusammengetragen und damit für die Stadtgeschichte erhalten hat. Mit seiner Heimatverbundenheit und seinem persönlichen Engagement hat er dafür gesorgt, dass Teile der ehemaligen Schraubenfabrik unter Denkmalschutz gestellt wurden und damit im Stadtbild erhalten bleiben.

 Martin Kluth – die gute Seele von Helpenstein.
Martin Kluth – die gute Seele von Helpenstein. Foto: Stadt Neuss/Marc Bohn

Mit je 1.875 Euro wurden zwei zweite Preise ausgezeichnet. Für das Brauchtum in der Stadt Neuss besonders verdient gemacht hat sich Martin Kluth. Mit gerade mal 21 Jahren musste der Helpensteiner den damals erkrankten Schützenpräsidenten des Dorfes vertreten. Ein Jahr später wählten die Helpensteiner Schützen Martin Kluth zu ihrem Präsidenten und dies ist der engagierte Bürger bis heute geblieben. In 45 Jahren als Präsident der Fidelen Brüder Helpenstein hat er Feste organisiert und war mit seinem persönlichen Einsatz an zahlreichen Aktivitäten zur Stärkung der Dorfgemeinschaft beteiligt.

 Melanie Bröxkes erhält den Sonder-Ehrenamtspreis.
Melanie Bröxkes erhält den Sonder-Ehrenamtspreis. Foto: Stadt Neuss/Marc Bohn

Ebenfalls auf dem zweiten Platz liegt die Junge Bürgerstiftung, vertreten durch Jan Di Benedetto und Tanja Ragunathan. Tatkräftig setzen sich die jungen Neusser insbesondere im sozialen Bereich unserer Heimatstadt ein. Dazu gehört unter anderem die Übergabe von mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln befüllten Jutebeuteln, Maskenspenden an Jugendeinrichtungen und Altenheime sowie die Initiierung eines Brieffreundschafts-Projektes mit zwei Altenheimen und dem Marie-Currie-Gymnasium.

 Jan Di Benedetto und Tanja Ragunathan nehmen den Preis für die Junge Bürgerstiftung Neuss entgegen.
Jan Di Benedetto und Tanja Ragunathan nehmen den Preis für die Junge Bürgerstiftung Neuss entgegen. Foto: Stadt Neuss/Marc Bohn

Im Vorfeld der Verleihung des Heimatpreises wurde Melanie Bröxkes mit einem Sonder-Ehrenamts-Preis ausgezeichnet. Sie wurde von mehr als 40 Personen für den Heimatpreis vorgeschlagen, erfüllt jedoch die vom Land NRW festgelegten Kriterien nicht. In der Jury-Sitzung wurde daher beschlossen, Bröxkes als Anerkennung für ihre besondere Leistung einen Sonder-Ehrenamts-Preis zu verleihen. Sie erhält neben einer Urkunde eine Sonderzahlung aus den Verfügungsmitteln des Bürgermeisters in Höhe von 1.875 Euro. Melanie Bröxkes war und ist in der Hochwasserhilfe im Ahrtal aktiv. Sie sammelt regelmäßig Spenden und Hilfsgüter und bringt diese in die betroffenen Gebiete, um den Menschen direkt helfen zu können. Bis heute hat sie mehr als 120 Tonnen Hilfsgüter in die Krisengebiete geschickt. Auf ihrer Facebook-Seite informiert sie tagesaktuell, was gerade am dringendsten gebraucht wird.

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Das Land NRW fördert den Heimatpreis mit 5.000 Euro. Um das Ehrenamt und das damit verbundene lokale Engagement weiterhin zu stärken und zu fördern, hatte der Rat der Stadt Neuss beschlossen, das Preisgeld um 50 Prozent, auf 7.500 Euro, zu erhöhen.